Monaco empfängt Lyon zum letzten Topspiel in Frankreich

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Vorschau | Im letzten Topspiel der französischen Liga empfängt die AS Monaco am Sonntagabend Olympique Lyon. Für beide Mannschaften zählt nur ein Sieg. Monaco möchte weiter im Rennen um die Meisterschaft bleiben, Lyon kann nur mit einem Erfolg den Anschluss an die Champions-League-Plätze halten.

Anpfiff der Partie ist am Sonntag, 21:00 Uhr, live auf DAZN (Registriere dich jetzt auf DAZN und erhalte einen Gratismonat).

  • Monaco: Hält das Abwehrbollwerk auch Lyon stand?
  • Lyon: Wie sehr beeinflusst der kommende Trainerwechsel die Mannschaft?
  • Das emotinale Pokalspiel bringt zusätzlich Feuer in die Begegnung

Monaco

Die Mannschaft aus dem Fürstentum ist in einer unglaublichen Form. Wettbewerbsübergreifend konnten die letzten sechs Partien gewonnen werden. Da diese starke Form sich bereits das komplette Kalenderjahr 2021 durchzieht, ist die Mannschaft von Niko Kovac (49) inzwischen im Kampf um die Meisterschaft angekommen. Im aktuellen Jahr hat Monaco 44 Punkte in 17 Spielen geholt, also im Schnitt unglaubliche 2,6 Punkte pro Partie. Das sind in diesem Zeitraum sieben Punkte mehr als die Konkurrenten aus Lille und Paris.

 

 

 

Vor allem die Defensive hat sich nach der desolaten Hinrunde extrem gesteigert. Dass eine Verbesserung kommen würde war absehbar, sind doch fünf der Stammspieler in diesem Abschnitt des Feldes 23 Jahre oder jünger. Dazu kommt, dass Stammkeeper Benjamin Lecomte (30) in der Hinrunde aufgrund eines Handbruchs lange ausfiel. Dass der Aufschwung jedoch so gravierend ausfällt, ist bemerkenswert. In den letzten zwölf Spielen kassierten die Monegassen nur ein Gegentor.

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Offensiv lebt die Mannschaft schon die ganze Saison vor allem vom Sturmduo Kevin Volland (28) und Wissam Ben Yedder (30). Die beiden stehen zusammen bei 33 Saisontreffern und 14 Vorlagen. Das Zusammenspiel klappt nahezu perfekt. Ben Yedder hat Volland bereits fünf Treffer vorgelegt, andersrum sind es vier Vorlagen. Dieses Zusammenspiel wird auch gegen Lyon wieder von entscheidender Bedeutung sein, denn es fehlen mit Aleksandr Golovin (24), Sofiane Diop (20), Gelson Martins (25) und Stevan Jovetic (31) viele wichtige Offensivwaffen.

Defensiv kann Kovac hingegen aus dem Vollen schöpfen. Es ist recht wahrscheinlich, dass auf den offensiven Außenbahnen gelernte Außenverteidiger eingesetzt werden. Mit Ruben Aguilar (28) und Djibril Sidibe (28) rechts sowie Caio Henrique (23) und Fode Ballo-Toure (24) links ist Monaco auf den defensiven Außenbahnen stark genug aufgestellt, dass alle vier Spieler ohne Probleme in der Startelf stehen können.

Lyon

Die Gäste aus Lyon mussten am vergangenen Wochenende nach der Niederlage im Spiel gegen den LOSC Lille (2:3) ihre Ambitionen auf den Gewinn der Meisterschaft begraben. Die Mannschaft von Trainer Rudi Garcia (57) hat nun sechs Punkte Rückstand auf Tabellenführer Lille. Und auch die Qualifikation für die Champions League ist in weite Ferne gerückt: Vier Punkte beträgt der Rückstand auf Monaco.

Lesen Sie auch unsere ausführliche Analyse des französischen Meisterrennens

Ein Faktor, der die Mannschaft im Saisonendspurt womöglich bremsen könnte ist, dass Garcias im Sommer auslaufender Vertrag wohl nicht verlängert wird. Diese Entscheidung ist zwar noch nicht öffentlich vom Verein kommuniziert, doch in Frankreich sind sich die Sportreporter einig, dass selbst eine Meisterschaft nicht zu einer Vertragsverlängerung führen würde. Als Nachfolger wurde zuletzt unter anderem Peter Bosz (57) genannt. Wie stark das Wissen um die Nichtverlängerung die Leistungen im Saisonendspurt beeinflussen wird, bleibt abzuwarten.

 

Prognose

Es erwartet uns wie bereits letzten Sonntag erneut ein Topspiel, in dem beide Mannschaften ihr Heil in der Offensive suchen müssen. Vor allem für Lyon gibt es keine Kompromisse, die Mannschaft muss gewinnen. Wir dürften also erneut ein hochattraktives Spiel zu sehen bekommen. Das sehr emotional geführte Pokalspiel vor zehn Tagen (2:0 für Monaco) bringt zusätzlich Feuer in das Duell. Sieben gelbe Karten, einen Platzverweis sowie zwei Rudelbildungen gab es. Vor allem Lyon dürfte dadurch zusätzlich angestachelt sein. Monaco ist aufgrund der stabilen Defensive jedoch der leichte Favorit.

Mögliche Aufstellungen:

Monaco: Lecomte – Aguilar, Disasi, Badiashile, Ballo-Toure – Sidibe, Tchouameni, Fofana, Henrique – Volland, Ben Yedder

Lyon: Lopes – Dubois, Denayer, Marcelo, De Sciglio – Medes, Caqueret – Toko Ekambi, Depay, Kadewere – Slimani

Photo: Frederic Chambert / Imago

Lukas Heigl

Liebhaber des britischen Fußballs: Von Brighton über Reading und Wimbledon bis nach Inverness. Ist mehr für Spiele der dritten englischen Liga als für den Classico zu begeistern. Durch das Kommentatoren-Duo Galler/Menuge auch am französischen Fußball interessiert

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