Ajax vs. AS Roma: Wer stellt die Weichen auf Halbfinale?

Vorschau

Im Viertelfinale der UEFA Europa League kommt es zu einem Duell zweier Traditionsmannschaften. Ajax Amsterdam trifft auf die Roma. Im Hinspiel wollen sich beide eine gute Ausgangslage verschaffen. 

Anpfiff der Partie ist am Donnerstag um 21 Uhr, Live bei DAZN (Registriere dich jetzt auf DAZN und erhalte einen Gratismonat) und bei RTL Nitro.

  • Ajax will in das Halbfinale
  • Für die Roma ist ein Auswärtstor essenziell
  • Wer verschafft sich eine gute Ausgangslage?

Ajax will gegen die Roma ein Zeichen setzen

Wer erinnert sich nicht mehr an das unglaubliche Europapokaljahr 2018/19, als Ajax Amsterdam mit beeindruckendem Fußball beinahe bis in das Finale der Champions League vorgestoßen ist? Auch in dieser Saison sind die Niederländer ein Topteam in einem europäischen Wettbewerb, allerdings in der Europa League. Die Chancen auf den Einzug in das Endspiel sind in jedem Fall vorhanden, denn die Mischung im Team stimmt und auch fußballerisch setzt der Tabellenführer der Eredivisie regelmäßig Akzente.

Die Aushängeschilder der Mannschaft sind mittlerweile Spieler wie Lisandro Martinez (23), Dusan Tadic (32) oder Antony (21). Aber auch sehr junge Eigengewächse wie Ryan Gravenberch (18) spielen sich zunehmend in den Fokus. Fast schon traditionell verfügt Trainer Erik ten Hag (51) über einen nahezu unerschöpflichen Talentepool, der ihm ermöglicht, viele junge Spieler einzubinden. Winterneuzugänge wie Sebastien Haller (26), der von West Ham kam, verdeutlichen die Ambitionen der Niederländer. 

In der Eredivisie dominiert Ajax. Elf Punkte beträgt der Vorsprung auf die PSV bereits. Der Meistertitel ist also nur noch Formsache. Am Wochenende gewann Ajax die Generalprobe bei Heerenveen mit 2:1, konnte dabei sogar den ein oder anderen Spieler schonen und rotieren. Ohnehin ist die Rotation ein vielgenutztes Mittel bei ten Hag. Denn auch die zweite Reihe mit Spielern wie Brian Brobbey (19), den es zu RB Leipzig zieht, ist gut besetzt. 

Im bisherigen Verlauf der Europapokalsaison musste sich Ajax in der Champions League mit Platz drei hinter Liverpool und Atalanta begnügen. In der Europa League schalteten die Niederländer erst Lille, dann den Leverkusen-Bezwinger, die Young Boys, aus. Und: Alle vier Spiele gewann Ajax, immer schoss die Mannschaft mindestens zwei Tore. Die offensive Ausrichtung sollte auch gegen die Roma das Mittel der Wahl sein, im 4-3-3 weiß jeder Spieler, was er zu tun hat.

AS Roma: Auswärtstor als oberstes Gebot

Die Gäste aus der italienischen Hauptstadt wissen um die Qualität von Ajax Amsterdam, einem der spielstärksten Teams in diesem Wettbewerb. Doch die Roma hat auch einiges an Qualität in dem eigenen Kader, auch wenn es gegenwärtig einige Verletzungssorgen gibt. Diese ziehen sich aber durch die gesamte Saison, sodass Trainer Paulo Fonseca (48) mit dieser alles andere als guten Situation umzugehen weiß.

Gegen Sassuolo spielte die Roma am Wochenende 2:2, ließ dabei einige Chancen ungenutzt. In der Serie A steht die Roma derzeit auf dem siebten Platz, die Champions League ist aber noch nicht völlig außer Reichweite. Doch gegenwärtig geht es nur darum, sich eine gute Ausgangslage für das Rückspiel zu verschaffen. In der Europa League verloren die Giallorossi nur ein Spiel, als man als Gruppensieger bereits feststand. Wie auch Ajax gewann auch die Fonseca-Elf alle vier Spiele in der K.O.-Phase. 

Photo by Imago

In den letzten Wochen musste die Roma vor allem in der Liga drei Rückschläge hinnehmen und holte nur einen Zähler aus drei Spielen. Doch Europa und der heimische Ligabetrieb sind getrennt voneinander zu betrachten. Die vielen Ausfälle wurden bereits angesprochen. Mit Marash Kumbulla (21), Chris Smalling (31), Juan Jesus (29), Nicolo Zaniolo (21), Stephan El Shaarawy (28) und auch Topscorer Henrikh Mkhitaryan (32) fehlt extrem viel Qualität. 

Am Wochenende setzte Trainer Fonseca auf ein System mit einer Viererkette. Das war durchaus unerwartet und sorgte auch dafür, dass die Automatismen nicht vorhanden waren. Daher sollte die Roma in diesem Spiel wieder auf die gewohnte Systematik zurückgreifen. Die Frage ist, ob Edin Dzeko (35), der international erfahrene Angreifer, starten darf, oder ob die Roma gegen Ajax auf Borja Mayoral (24) setzt, der zuletzt die Nase vorn hatte. In jedem Fall soll ein Auswärtstor her. 

Prognose

Zwei gute Mannschaften stehen sich in diesem Viertelfinalhinspiel gegenüber. Ajax ist aufgrund der aktuellen Form und der Qualität im Kader durchaus als leichter Favorit einzustufen. Die Niederländer müssen aber aufpassen, denn die Roma kann aus wenig viel machen. Ein knapper Heimsieg ist dennoch realistisch. 

Mögliche Aufstellungen:

Ajax Amsterdam: Scherpen – Klaiber, Schuurs, Martinez, Tagliafico – Alvarez, Gravenberch, Klaassen – Tadic, Antony, Haller

AS Roma: Pau Lopez – Mancini, Ibañez, Fazio – Reynolds, Diawara, Veretout, Spinazzola – Pellegrini, Pedro – Dzeko (Mayoral)

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Manuel Behlert

Vom Spitzenfußball bis zum 17-jährigen Nachwuchstalent aus Dänemark: Manu interessiert sich für alle Facetten im Weltfußball. Seit 2017 im 90PLUS-Team. Lässt sich vor allem von sehenswertem Offensivfußball begeistern.

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