Super League | Wenger schießt gegen Klubbesitzer: „Amateurhaft“

Super League

News | Arsenal-Legende Arsene Wenger hat die Super League sehr deutlich kritisiert. Die Klubbesitzer haben demnach nicht den europäischen Sport verstanden.

Wenger: Super League würde Premier League zerstören

In einem Interview mit dem Telegraph hat Arsenals Trainerlegende Arsene Wenger (71) die Super League und alle involvierten Klubs scharf kritisiert. Das Verhalten der englischen Teams habe ihn am meisten überrascht. „Jeder in Europa träumt davon, die Premier League zu zerstören. In England machen sie es dann selbst“, so Wenger, der glaubt, dass die Liga durch die Super League zugrunde gegangen wäre: „Zu 100 Prozent.“



Der Franzose verortet die Idee hinter der Super League nicht in Europa. Nachweislich waren die us-amerikanischen Besitzer an der Umsetzung der Idee interessiert. „Am Ende des Tages ist es ein amerikanisches Projekt mit Florentino Perez als Kopf, weil er als Präsident des größten Klubs der Welt für sie ein natürlicher Anführer war“, so Wengers These.

Wenger kritisiert Klubbesitzer

Das europäische Verständnis von Sport blieb dabei allerdings auf der Strecke liegen. „Die Sportkultur in Europa sieht vor, dass jeder durch Leistung an die Spitze der Wettbewerbe kommen kann. Ich verstehe nicht, wie man glauben könnte, dass ein Blockieren des Zugangs zu einer Topliga von Fans und Leuten, die den Fußball lieben, akzeptiert werden würde“, erklärte Wenger weiter.

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Die Vorbereitung und Präsentation des Projekts bezeichnete er als „amateurhaft“. „Da macht man sich durchaus Sorgen, wie die Topklubs geführt werden“, machte er seine Kritik deutlich. Die Klubs haben nur einen schnellen Weg gesucht, ihre finanziellen Probleme zu beseitigen, aber dabei die Fans ignoriert, so Wenger. Das neue Format der Champions League werde allerdings seiner Meinung nach auch nicht die Lösung sein.

Der ehemalige Arsenal-Trainer zeigte sich allerdings von den Reaktionen der Spieler begeistert. „Ich bin sehr stolz auf die Spieler, die in diesem Fall Verantwortung übernommen haben“, erklärte Wenger und betonte weiter: „Es zeigt, dass es eine große Entwicklung gibt. Seit dem Start der Saison sind Spieler Teil des politischen Einflusses auf die Gesellschaft und das völlig zurecht. Ich bin sehr stolz auf diese Evolution.“

Photo by: androcegarra/Imago

Damian Ozako

Als Kind von Tomas Rosicky verzaubert und von Nelson Haedo Valdez auf den Boden der Tatsachen zurückgebracht worden. Geblieben ist die Leidenschaft für den (offensiven) Fußball. Seit 2018 bei 90PLUS.

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