DFL und DFB kritisieren Super-League-Planungen scharf und sprechen sich für CL-Reform aus

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UEFA CL/EL

News | Die Diskussionen um die Super League bleiben das beherrschende Thema im europäischen Fußball. Am Nachmittag bezogen die DFL und der DFB in einer gemeinsamen Erklärung Stellung.

DFL und DFB unterstützen Maßnahmen gegen die Super League und stärken UEFA sowie FIFA den Rücken

Während viele Fans die geplante Einführung der Super League erst einmal verarbeiten mussten, geht es in den Verbänden hoch her. UEFA-Präsident Alexander Ceferin (53) will zu drastischen Mitteln greifen, um die abtrünnigen Vereine wieder auf Linie des europäischen Fußballverbands zu bringen. Sie sollen bis zum Ausschluss der beteiligten Spieler von Welt- und Europameisterschaften gehen. Unterstützung erhält er dabei von der DFL und dem DFB, die sich in einer gemeinsamen Erklärung mit Ceferin solidarisierten: „Wir unterstützen sämtliche angekündigten Gegen-Maßnahmen von FIFA und UEFA, aber auch der betroffenen Ligen und Verbände.“ Dass deutsche bei Super-League-Klubs unter Vertrag stehenden Nationalspieler betroffen sein könnten, sei ihnen bewusst.

Es gehe, um die Zukunft des „Volkssports Fußball“. Man dürfe es nicht zulassen, dass die finanziellen Interessen einiger weniger Vereine aus England, Italien und Spanien die „Abschaffung bewährter Strukturen bewirken.“ Denn „der Fußball in Europa lebt auch davon, dass es theoretisch für jeden Club möglich ist, sich in einem Wettbewerb mit den Besten des Kontinents zu messen. Dieser Traum darf nicht durch eine nahezu geschlossene Gesellschaft ersetzt werden.“

Die nationalen Ligen seien die Basis, weshalb es nicht hinnehmbar wäre, das „gewachsene Miteinander „, was den Top-Klubs erst das große Wachstum ermöglicht habe, aufs Spiel zu setzen. DFL und DFB seien sich darin mit der „überwältigen Mehrheit“ der Klubs, Ligen und Verbände in Europa einig. Zudem bezogen sie sich auf die Meinungen der Fanszenen, die keine lobenden Worte für die Super League übrig hatten.

Weitere News rund um die Super League 

Champions-League-Reform erhält Zustimmung

Die vom UEFA-Exekutivkommitee beschlossene Reform der europäischen Klubwettbewerbe sei auch deshalb „richtig“ gewesen. Die Champions League soll dabei auf 36 teilnehmende Verein anwachsen. Allerdings werden nicht mehr sämtliche Sportplätze über den sportlichen Qualifikationsweg vergeben. „Diese Reform war ein Angebot an die Top-Clubs, doch noch unter dem gemeinsamen Dach der UEFA zusammenzukommen – und an einigen Stellen ein schmerzhafter Kompromiss“, betonten die führenden deutschen Organisationen. Der Fußball sei immer nur stark gewesen, wenn er „gemeinsame Lösungen“ gefunden habe, wofür sich DFB und DFL weiter einsetzen wollen. Sie bekräftigten ihre Worte im letzten Satz der Erklärung, indem sie „Solidarität statt Egoismus“ forderten.

(Photo: Imago)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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