Bleibt Leicester City der Angstgegner des FC Arsenal?

Vorschau

Vorschau | Am 26. Spieltag der Premier League bekommt es Leicester City mit einem Lieblingsgegner zu tun. Der FC Arsenal ist zu Gast. 

Anpfiff der Partie ist am Sonntag, 13 Uhr, Live bei Sky.

  • Leicester City auf Champions-League-Kurs 
  • Arsenal kommt mit gemischten Gefühlen
  • Leicester seit 2018 gegen die Gunners ungeschlagen 

Leicester

Nur eine Niederlage im Kalenderjahr 2021, zuletzt ein überzeugender 3:1-Erfolg über Meister Liverpool, gefolgt von einem 2:1 bei Aston Villa: Nachdem es im Vorjahr knapp scheiterte, möchte Leicester City diese Saison unbedingt einen Platz in der Champions League sichern. Bei sechs Punkten Vorsprung auf Rang fünf sind die Foxes auf Kurs. Unter der Woche hat sich der Druck allerdings erhöht. Denn der Umweg über die Europa League hat sich durch eine 0:2-Niederlage gegen Slavia Prag zerschlagen.

Zu Hause gegen den FC Arsenal möchte die Mannschaft von Trainer Brendan Rodgers (48) den Schock nun verdauen, und die beachtlich konstante Saison in der Premier League fortsetzen. Die Zeichen stehen gut. Die Abwehr um Caglar Söyüncü (24) und Jonny Evans (33) steht sicher, das Mittelfeld ist mit Wilfred Ndidi (24), Youri Tielemans (23) und Spielmacher James Maddison (24) hervorragend ausbalanciert und in der Offensive wirbeln Flügelspieler Harvey Barnes (23) und der ewig junge Jamie Vardy (34) nach Belieben. Es ist das Erfolgsrezept der Foxes: Ein Zahnrad greift ins andere, die Rollen sind klar definiert und die Spielphilosophie perfekt verinnerlich. Darüber hinaus hat Leicester seit 2018 kein Spiel gegen Arsenal verloren. Ein Zufall ist das nicht. Die ballbesitz-orientierte Spielweise der Gunners, gepaart mit den Problemen beim defensiven Umschaltspiel, spielt dem konterstarken Meister von 2016 perfekt in die Karten.

Am Sonntag muss Leicester aber unter anderem auf eine wichtige Komponente des Konstrukts verzichten. Maddison steht aufgrund von Hüftproblemen nicht zur Verfügung. Dabei war der Engländer zuletzt in einer Top-Verfassung. „Es ist natürlich frustrierend“, sagte Rodgers auf der Pressekonferenz und ergänzte: „Er war in toller Form. Er ist ein echter Katalysator für unsere Mannschaft mit seiner Beständigkeit.“

 Ayoze Pérez, Wesley Fofana, Dennis Praet und Wes Morgan fallen ebenfalls aus. 

(Photo by TIM KEETON/POOL/AFP via Getty Images)

Arsenal

Am Donnerstagabend sah es 87 Minuten lang so aus, als würde der FC Arsenal unter Mikel Arteta (38) wieder in eine Krise stürzen. Im Sechzehntelfinale-Rückspiel der Europa League fehlte gegen Benfica ein Tor zum Weiterkommen. Dann war es abermals der junge Bukayo Saka (19), der zur Rettung kam. Mit seinem zweiten Assist des Tages das erlösende 3:2 durch Pierre-Emerick Aubameyang (31) vorlegte.

Die beiden Spiele gegen die Portugiesen demonstrierten eindrucksvoll, wieso der FC Arsenal auch in der ersten vollen Saison unter der Leitung des Spaniers auf der Stelle tritt. Mangelnde Entschlossenheit und Effizienz im Angriffsdrittel – vor allem im Hinspiel – und haarsträubende mentale Aussetzer machen die spielerischen Fortschritte immer wieder zunichte. So wie in den letzten fünf Spielen, als die Londoner nur im Spiel gegen Manchester City (0:1) unterlegen waren und dennoch nur vier Punkte holten. Platz elf und neun Punkte Rückstand auf die anvisierten europäischen Plätze sind deswegen die logische Konsequenz.

Nun gilt es gegen ein Top-Four-Team den Anschluss zu halten. Erschwert wird die Aufgabe durch die Fülle an Spielen. Saka beispielsweise hat trotz seiner 19 Jahre die meisten Pflichtspielminuten aller Akteure in den Knochen. Arteta schloss auf der Pressekonferenz folglich nicht aus, Rotationsmaßnahmen zu ergreifen. Zudem wird das Team erst am Samstag vom alternativen Spielort Piräus zurück nach England fliegen. „Wir werden sehen wie sich die Spieler fühlen“, sagte der Trainer und fügte an: „Wir nutzen das nicht als Ausrede. Wir werden uns auf Leicester mit der gleichen Intensität vorbereiten wie sonst auch.“ 

Um die erhoffte Intensität auch im Spiel zu gewährleisten, dürften Alexandre Lacazette (29) und Nicolas Pépé (25), die beide nach insgesamt gelungen Auftritten etwas unglücklich auf die Bank rutschten, in die Startelf zurückkehren. Cedric (29) ist ebenfalls ein Kandidat. Thomas Partey (27) gab nach einer erneuten Muskelverletzung unter der Woche von der Bank sein Comeback, dürfte aber langsamer herangeführt werden. Rob Holding (24) kehrt nach überstandener Gehirnerschütterung in den Kader zurück. 

 

Prognose

Trotz der überraschenden Niederlage unter der Woche und des Fehlens von Maddison, spricht wie so oft in diesem Duell einiges für Leicester City. Die Spielweise des FC Arsenal liegt den Hausherren, speziell wenn die Gäste weiterhin so unentschlossen im letzten Drittel agieren. Die Foxes sollten die ungeschlagene Serie gegen die Gunners ausdehnen. 

 

Mögliche Aufstellungen:

Leicester City: Schmeichel – Ricardo, Evans, Söyüncü, Castagne – Albrighton, Tielemans, Ndidi, Mendy, Barnes -Vardy

FC Arsenal: Leno; Cedric (Bellerin), Luiz, Gabriel, Tierney; Elneny (Thomas), Xhaka – Pépé, Odegaard, Aubameyang – Lacazette

 

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(Photo by Will Oliver – Pool/Getty Images)

Chris McCarthy

Gründer und der Mann für die Insel. Bei Chris dreht sich alles um die Premier League. Wengerball im Herzen, Kick and Rush in den Genen.

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