Ligue 1 Vorschau | Monaco vs Lyon – Ähnliche Bedingungen, unterschiedliche Wege

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Zwei ambitionierte Teams mit herausragenden jungen Spielern – so hätte man beide Klubs vor der Runde gleichermaßen einschätzen können. Doch die Schere ging in den letzten Monaten weit auseinander.

Anpfiff der Partie ist am Sonntag, 21:00 Uhr, live auf DAZN (Registriere dich jetzt auf DAZN und erhalte einen Gratismonat).

Monaco

Vor weniger als 24 Monaten waren die Monegassen noch die aufregendste junge Mannschaft auf dem ganzen Kontinent. Völlig sensationell sicherte sich das mit zahlreichen Talenten gespickte Team die Meisterschaft in der Ligue 1 vor dem übermächtigen Paris Saint-Germain. Doch dann begann der Ausverkauf: So verließen unter anderem Kylian Mbappé, Tiemoué Bakayoko, Thomas Lemar oder Benajmin Mendy seitdem den Verein. Dennoch stand mit dem Qualifikation für die Champions League auch in der letzten Spielzeit ein gutes Resultat zu Buche. Im Sommer kamen dann wie eh und je wieder einige Jungprofis ins Fürstentum.

Der Lauf würde sicherlich auch in dieser Saison so weitergehen… doch die Monegassen erleben ein absolutes Horror-Jahr zum Vergessen. Der Verein rutschte am 7. Spieltag erstmals auf einen Abstiegsplatz und blieb dort bis für einen Zeitraum von mehr als vier Monaten! Schuld daran war auch eine sieglose Serie von mehr 13 Partien. Während dessen entließ Monaco den langjährigen Erfolgstrainer Leonardo Jardim und installierte die Vereinslegende Thierry Henry als Nachfolger. Doch auch der Weltstar konnte das Ruder trotz Winter-Neuzugänge wie Cesc Fabregas, Naldo oder Adrien Silva nicht rumreißen, mittlerweile ist Jardim zurück im Amt.

Seitdem läuft es im Fürstentum auch wieder besser, immerhin sieben Zähler konnten aus den letzten drei Spielen geholt werden. Dadurch verließ man am letzten Wochenende zum ersten Mal seit dem September die Abstiegsränge. Jardim muss heute auf William Vainqueur, Jordi Mboula, Stevan Jovetic und Pietro Pellegri verzichten. Daneben fehlt Verteidiger Jemerson weniger einer Rot-Sperre.

Lyon

Der dominante Klub der ersten Dekade des neuen Jahrtausend spielt auch in diesem Jahr eine gute Rolle in der Ligue 1. Mit Lille liefert man sich ein Duell um den zweiten Rang, zurzeit liegt der Konkurrent fünf Punkte vor Olympique, hat aber auch ein Spiel mehr auf dem Konto. Mit drei Punkten Rückstand lauert Saint-Etienne zudem im Rücken auf dem vierten Platz. Dennoch sieht es zurzeit so, als würde Lyon auch in der nächsten Spielzeit wieder in der Königsklasse antreten dürfen.

Von der sportlichen Klasse müsste die Mannschaft eigentlich viel näher an Primus Paris Saint-Germain dran sein. OL erinnert von seiner Zusammensetzung durchaus ein wenig an das Team des heutigen Kontrahenten von vor zwei Jahren – und weiß ebenso zu begeistern: Zumindest ist eine gewisse Qualität notwendig, um in der laufenden Runde PSG oder Manchester City schlagen zu können. Auch unter der Woche bot man im Achtelfinale der Champions League dem FC Barcelona bei dem torlosen Unentschieden in Frankreich ansprechend Paroli.

Daher dürfte Trainer Bruno Génésio heute einige Stammspieler schonen, welche von diesem Kraftakt noch erschöpft sind. Ansonsten stimmt die Form bei Lyon: Aus den sechs Liga-Spielen im Jahr 2019 holte OL 13 Punkte. Bei dem Besuch im Fürstentum kann man sich dann auch erkundigen, wie es so ist, zahlreiche Stützen des Teams zu verlieren. Spieler wie Nabil Fekir, Memphis Depay oder Houssem Aouar werden wohl kaum über den Sommer hinaus zu halten sein. Monaco kann ein Lied davon singen.

Prognose

Die Gastgeber konnten sich in den letzten Wochen aus den tiefsten Regionen des Tabellenkellers befreien. Inwieweit die Monegassen nun eine Serie hinlegen können, wird sich zeigen. Es werden auf jeden Fall noch deutlich mehr Siege nötig sein, um sich der Abstiegsgefahr völlig zu entziehen. Da kommen die Gäste nach einer „englischen Woche“ geradezu gelegen. Durch die mutmaßliche Rotation sowie den Kräfteverschleiß in der Königsklasse bei Lyon scheint ein Heimsieg durchaus möglich zu sein.

Mögliche Aufstellungen

Monaco: Subasic – Sidibé, Glik, Mukinayi, Ballo-Touré – A. Silva, Fabregas – Martins, Golovin, R. Lopes – Falcao

Lyon: A. Lopes – Tete, Marcelo, Morel, Marcal – Tousart, Cheikh – Cornet, Fekir, Terrier – M. Dembélé

(Photo by PHILIPPE DESMAZES/AFP/Getty Images)


Marius Merck

Eine Autogrammstunde von Fritz Walter weckte die Leidenschaft für diese Sportart, die über eine (“herausragende”) Amateurkarriere bis zur Gründung von 90PLUS führte. Bei seinem erklärten Ziel, endlich ein “Erfolgsfan” zu werden, weiter erfolglos.

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