Ligue 1 | Alle Spieler vor Gehaltsverzicht – bis zu 50 %!

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News | Die Coronakrise hat natürlich auch Auswirkungen auf den Fußball, viele Klubs sind finanziell nicht gerade sehr gut aufgestellt. Zahlreiche Spieler und Funktionäre verzichten bereits auf Gehalt, in der Ligue 1 könnte eine einheitliche Regelung gefunden werden.

Gehaltsverzicht in Ligue 1: Hoher Aufwand notwendig

Das schreibt Berater Badou Sambague im englischen Guardian. In Frankreich werden derzeit Zahlungen von TV-Geldern zurückgehalten, die Spieler wollen aber, dass die Vereine überleben. Das könnte zu deutlichen Gehaltssenkungen führen. Seit dem 16. März pausiert der Ligabetrieb in Frankreich, schon jetzt fehlen rund 130 Millionen Euro. Sollte die Saison nicht beendet werden, könnten gar 300 Millionen Euro fehlen, was bei der Vielzahl an kleineren oder mittelgroßen Klubs existenzbedrohend wäre.

Der Verband prüft bereits Optionen, wie er den Vereinen entgegen kommen kann, aber insbesondere die Spieler sind gefordert. Die Spielergewerkschaft UNFP hat sich auf eine Lösung geeinigt, doch dafür muss nun viel Papierkram erledigt werden.

Die Lösung sieht vor, dass diejenigen Spieler, die 10.000 Euro oder weniger pro Monat verdienen, ihr gesamtes Gehalt erhalten. Spieler die 10-20.000 Euro verdienen, erhalten 80 %, jene mit einem Gehalt von 20-50.000 Euro bekommen noch 70 %, sollte das Gehalt 50-100.000 Euro betragen, verdient der Spieler zukünftig noch 60 % und das Gehalt der Topverdiener, die mehr als 100.000 Euro monatlich erhalten, soll um 50 % gekürzt werden.

Ganz so einfach ist das aber nicht, schreibt Sambague im Guardian. Die Spieler müssen neue Verträge unterzeichnen – und zwar jeder einzelne, der betroffen ist. In den kommenden Wochen haben die Klubs also viel zu tun – und müssen viel Papierkram erledigen. 

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 (Photo by PASCAL PAVANI / AFP) 

Manuel Behlert

Vom Spitzenfußball bis zum 17-jährigen Nachwuchstalent aus Dänemark: Manu interessiert sich für alle Facetten im Weltfußball. Seit 2017 im 90PLUS-Team. Lässt sich vor allem von sehenswertem Offensivfußball begeistern.

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