FC Arsenal – Kroenke bald alleiniger Eigner?

Global News

Stan Kroenke ist mit seiner Firma KSE Hauptanteilseigner der Gunners. Doch das scheint dem Amerikaner nicht zu reichen. Mit einem finanziell beeindruckenden Angebot strebt Kroenke nun die 100-prozentige Anteilseignung an.

Usmanov will nicht mehr

Der amerikanische Milliardär Kroenke und KSE halten bis jetzt 67 % der Anteile an dem Londoner Fußballklub. Zweitgrößter Anteilseigner ist Alisher Usmanov, der immerhin 30 % Der Klub-Anteile sein eigen nennen kann. Und über Usmanov scheint nun Kroenkes Weg zu den 100 % zu gehen. Der Russe hatte sich in letzter Zeit des Öfteren verkaufswillig gezeigt. Das liegt wohl unter anderem daran, dass er trotz seiner hohen Beteiligung am Verein nicht an Entscheidungsprozessen Kroenkes und Co. beteiligt war. Wie BBC nun berichtet hat Stan Kroenke dem Generaldirektor von Gazprom ein hohes Angebot für seine Anteile hinterlegt. So sollen 600 Millionen Pfund Usmanov überzeugen seine 30 % zu überlassen. Dies würde den Wert des Vereines FC Arsenal London auf 1,8 Milliarden Pfund festlegen. Kroenke wäre dann mit 97 % aller Anteile seinem Ziel den kompletten Verein zu besitzen deutlich näher.

Arsenal Supporter alarmiert

Während Kroenkes KSE in Statements schon die positiven Aspekte und Ziele mit dem FC Arsenal herausstellen, spricht der Arsenal Supporters Trust eine ganz andere Sprache. So macht sich der AST nicht nur Sorgen, dass ein privater Klub von Stan Kroenke natürlich keinerlei Möglichkeiten mehr bietet als Fan Anteile am Verein zu halten, auch die Unkontrollierbarkeit seiner Aktionen macht Sorge. Nicht nur was sportliche Entscheidungen angeht, sondern auch rein finanziell gesehen macht sich der AST sorgen. Als alleiniger Eigner des Vereins könnte Kroenke zum Beispiel selber die Höhe seiner Dividendenausschüttung bestimmen. Die Information, dass Kroenke nur 10 % des Kaufpreises aus Privatvermögen, den Rest mit einem Kredit, macht die Supporter auch nicht gerade glücklich. Ein Statement wird beendet mit:

„Der AST ist komplett gegen diese Übernahme, die einen sehr traurigen Tag in der Geschichte Arsenals markiert.“

Photo by Steve Dykes / Getty Images Sport

Julius Eid

Seit 2018 bei 90PLUS, seit Riquelme Fußballfan. Gerade die emotionale Seite des Sports und Fan-Themen sind Julius‘ Steckenpferd. Alleine deshalb gilt: Klopp vor Guardiola.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ähnliche Artikel

UEFA berät über Ausschluss von Real Madrid, ManCity und Co.

UEFA berät über Ausschluss von Real Madrid, ManCity und Co.

19. April 2021

News | Die UEFA soll Medienberichten zufolge an einem Ausschluss der Super-League-Teilnehmer aus den aktuell laufenden europäischen Wettbewerben. UEFA drängt auf Ausschluss von Super-League-Teams: Die European Super League sorgt für ein Beben in der Fußballwelt. Wie Goal-Reporter Kerry Hau auf Twitter mitteilte, hört man aus UEFA-Kreisen, dass am Dienstag ein Meeting angesetzt ist, um über […]

FC Bayern | Rummenigge zeigt sich nicht überzeugt von der Super League

FC Bayern | Rummenigge zeigt sich nicht überzeugt von der Super League

19. April 2021

News | Zwölf führende Vereine trieben die Einführung einer Super League voran. Nicht dabei war der FC Bayern München, was Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nun erklärte. FC Bayern-Vorstand Rummenigge: „Die Super League wird nicht die finanziellen Probleme der Klubs lösen“ – CL-Reform wird goutiert Die Pläne zur Gründung einer Super League schlugen ein wie eine Bombe. Inzwischen […]

Super League | UEFA-Präsident Ceferin will beteiligte Spieler von EM und WM ausschließen

Super League | UEFA-Präsident Ceferin will beteiligte Spieler von EM und WM ausschließen

19. April 2021

News | Die UEFA macht ernst. Präsident Aleksander Ceferin will Spieler von Super-League-Klubs auch von Nationalmannschafts-Wettbewerben ausschließen. UEFA will Spieler nicht zur Nationalmannschaft zulassen Das Erdbeben, was die Super-League-Pläne auslösten, wird immer heftiger. Der Präsident der UEFA, Aleksander Ceferin (53), machte nun deutlich, dass Spieler der beteiligten Vereine auch von Wettbewerben der Nationalmannschaften ausgeschlossen werden […]