RB Leipzig vs. Gladbach: Topspiel mit unterschiedlichen Vorzeichen

Vorschau

Vorschau | Im Topspiel des 23. Bundesliga-Spieltags trifft RB Leipzig zuhause auf Borussia Mönchengladbach. Während die Gastgeber trotz zwei Punkten Rückstand auf das Gipfelkreuz offiziell nichts vom Titel wissen wollen, hofft die Borussia, mit einem Erfolg den ersten Schritt aus der Formkrise zu machen.

Anpfiff der Partie ist am Samstag, 18:30 Uhr, Live bei Sky.

  • RB Leipzig: Nagelsmann lobt die Stabilität – und will von der Meisterschaft nichts wissen
  • Gladbach: „Viele Gespräche“ in der „schwierigen Phase“
  • Hinspielerfolg für Gladbach, RB geht leicht favorisiert ins Topspiel

RB Leipzig: Meisterschaft „kein Thema“ für Nagelsmann

Ob denn der Zug Richtung Meisterschaft schon abgefahren sei, wurde Julian Nagelsmann (33) nach der 2:3-Niederlage von RB Leipzig in Mainz gefragt. Der Trainer antwortete daraufhin, der FC Bayern säße in einem ICE – und seine Mannschaft in der Regionalbahn. Einen Tag später gewannen die Münchener 4:0 auf Schalke und vergrößerten den Vorsprung auf sieben Punkte. 

Nur fünf Spieltage später steht der ICE mit Motorschaden auf dem Abstellgleis und erlaubt der Regionalbahn, Boden gutzumachen. Mit dem 3:0 in Berlin konnte RB die Lücke bis auf zwei Punkte schließen. Da am 3. April noch das direkte Duell gegen den Rekordmeister ansteht, haben sie in Leipzig die Meisterschaft urplötzlich wieder in der eigenen Hand. Davon will Nagelsmann selbst auf der Pressekonferenz aber nichts wissen. „Der Kampf um den Meistertitel ist kein Thema für uns. Der FC Bayern München ist aktuell die beste Mannschaft der Bundesliga. Wenn du mit den Bayern mithalten willst, musst du unglaublich konstant bleiben und darfst dir keine Fehler erlauben.“ Seine Mannschaft werde „gehyped, weil wir wieder nah am Gipfelkreuz sind.“ Er selbst wolle sich aber „bedeckt halten.“

Trotzdem müssten die Leipziger „in allen Wettbewerben Vollgas geben und versuchen, nahezu jedes Spiel zu gewinnen.“ Die Bedeutung des Saisonfinales sei „riesengroß“. Was für RB spräche, sei ihre „Stabilität in der Defensive gepaart mit unseren herausgespielten Topchancen. Diese Komponenten geben uns auf dem Feld ein Gefühl der Sicherheit. Gute Voraussetzungen, um erfolgreich zu sein.“

Noch bessere Voraussetzungen gibt es personell. Emil Forsberg (29), Kevin Kampl (30) und Dayot Upamecano (22) sind wieder im Mannschaftstraining und damit eine Option für den Spieltagskader. Ausfallen werden währenddessen weiterhin Konrad Laimer (23/Aufbautraining nach Knochenödem) sowie Winterneuzugang Dominik Szoboszlai (20/Aufbautraining nach Adduktorenbeschwerden).

Borussia Mönchengladbach: „Schwierige Phase“ 

Das hatten sich alle Gladbacher anders vorgestellt. Noch auf der Pressekonferenz sagte Marco Rose (44), man wolle Manchester City „mit einer Menge Leidenschaft, Mut aber auch Leidensfähigkeit“ entgegentreten. Bei der 0:2-Niederlage in Budapest brauchten sie vor allem Letzteres im Überfluss. Vom Rest waren bestenfalls Spurenelemente zu erkennen. Der Borussia gelang es kaum, den Ball länger in den eigenen Reihen kursieren zu lassen. Und wenn die Mannschaft von Pep Guardiola (50) die Tür zumindest einen Spalt weit öffnete, spielten sie es zu ungenau und überhastet. Auch einen Last-Minute-Lapsus der Engländer wusste Hannes Wolf (21) nicht zum Anschlusstreffer auszunutzen. So braucht Borussia Mönchengladbach im Rückspiel  schon ein amtliches Fußballwunder, um noch das Viertelfinale der Champions League zu erreichen.

 

 

Auch in der Bundesliga sieht es nicht besser aus. Seit dem 4:2 gegen Borussia Dortmund Ende Januar wartet man auf einen Erfolg, holten in vier Spielen lediglich zwei Punkte. Ansonsten gab es zwei 1:2-Heimniederlagen im Derby und gegen Mainz. In der Tabelle ist Gladbach mittlerweile auf Platz 8 zurückgefallen. Immerhin beträgt der Rückstand auf die europäischen Plätze dennoch nur drei Punkte. Deshalb machte Rose auf der Pressekonferenz auch keinen Hehl aus dem Status quo: „Wir sind in einer schwierigen Phase, weil wir die Ergebnisse nicht haben.“ 

Deshalb galt es für ihn, nach der Pressekonferenz in die Mannschaft hineinzuhören, „viele Gespräche“ mit seinen Spielern zu führen, „ein Gefühl dafür bekommen, wen wir möglicherweise mal rausnehmen müssen“, wie Rose es selbst formulierte. Auf die Borussia kommen harte Aufgaben zu. Nach dem Spiel in Leipzig geht es unter der Woche erneut gegen Borussia Dortmund, diesmal im DFB-Pokal, bevor am kommenden Wochenende das Duell mit Bayer Leverkusen ansteht. Verzichten muss Rose im Topspiel auf Stefan Lainer (28/Probleme im Oberschenkel), Torben Müsel (21/Aufbautraining) und Famana Quizera (18/Aufbautraining nach Schulter-OP). Hinter den angeschlagenen Jonas Hofmann (28), Christoph Kramer (30) und Ramy Bensebaini (25) steht noch Fragezeichen.

Prognose

Im Hinspiel fügte Borussia Mönchengladbach den Leipzigern mit dem 1:0-Sieg ihre erste Saisonniederlage in der Bundesliga zu. Diesmal geht RB aufgrund der jüngsten Formkurve leicht favorisiert ins Spiel. Von diesem darf man viel Tempo und Intensität erwarten, es wird lange umkämpft bleiben. Am Ende könnte es auf ein Unentschieden oder einen knappen Leipziger Sieg hinauslaufen.

 

 

Mögliche Aufstellungen:

Leipzig: Gulacsi – Klostermann, Upamecano, Orban – Mukiele, Sabitzer, Adams, Angelino – Olmo, Nkunku – Poulsen

Gladbach: Sommer – Lazaro, Ginter, Elvedi, Wendt – Zakaria, Neuhaus – Herrmann, Stindl, Wolf – Plea

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(Photo by Pool/Sascha Steinbach – Pool/Getty Images)

 

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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