Eintracht Frankfurt vs Wolfsburg: „Cooles Spiel“ um die Königsklasse

Vorschau

Vorschau | Nach dem 2:1-Sieg in Dortmund steht für Eintracht Frankfurt gegen VfL Wolfsburg das nächste richtungweisende Duell im Kampf um die Champions League an. 

Anpfiff der Partie ist am Samstag, 15:30 Uhr, live bei Sky.

  • Eintracht Frankfurt: Nächster Schritt in Richtung Champions League – Hütter lobt Jovic
  • VfL Wolfsburg: „Wie können wir elf Punkte vor Dortmund stehen, wenn die so spielen?“ – Glasner von eigener Mannschaft beeindruckt
  • Wolfsburger Wohlfühloase Waldstadion: Vier VfL-Siege in den letzten vier Spielen

Eintracht Frankfurt: Nächster Schritt Richtung Champions League – Hütter lobt Jovic

Mit dem 2:1 in Dortmund hat Eintracht Frankfurt einen großen Schritt in Richtung Champions-League-Qualifikation gemacht. Der Vorsprung auf Platz fünf beträgt sieben Spieltage vor Saisonende sieben Zähler. Am Samstagnachmittag steht das nächste entscheidende Duell an, wenn die SGE den drittplatzierten VfL Wolfsburg empfängt. Die Ausgangslage ist für die Frankfurter dabei genau entgegengesetzt, wie vor Wochenfrist im Westfalenstadion. Diesmal sind sie diejenigen, die mit vier Punkten Rückstand in die Partie gehen.

Foto: Jan Huebner/Pool/imago

Wie stark der VfL ist, hat die Eintracht schon im Hinspiel erfahren müssen. Zwar brachte der mittlerweile in Brügge spielende Ex-Wolfsburger Bas Dost (31) die SGE vom Punkt in Führung. Doch in der letzten Viertelstunde schlug sein Landsmann Wout Weghorst (28) noch doppelt zu. Für die Frankfurter war es die zweite von lediglich drei Saisonniederlagen, neben einem 0:5 in München sowie dem 1:2 in Bremen Ende Februar.

Mitverantwortlich dafür ist nicht zuletzt ihre Kaderbreite. Bas Dost wurde kurzerhand durch Rückkehrer Luka Jovic (23) ersetzt. Der feierte mit drei Treffern gegen Schalke (3:1) sowie auf der Bielefelder Alm (5:1) zwar einen Einstand nach Maß. Doch seitdem konnte die Leihgabe von Real Madrid keine Torbeteiligung mehr verbuchen. Auch beim 2:1 in Dortmund nicht. Trotzdem bekam der serbische Nationalspieler auf der Pressekonferenz ein Sonderlob von Adi Hütter (51): „Für mich hat Luka da ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht.“. Das Lob galt nicht zuletzt dafür, „wie Luka sich kurz vor Schluss noch gegen Akanji durchgesetzt hat. Das war ausschlaggebend für unseren Siegtreffer.“ Nach Jovics gewonnenem Zweikampf auf dem linken Flügel flankte Filip Kostic (28) von der Grundlinie, am zweiten Pfosten köpfte André Silva (25) freistehend ein.

Und Hütter erwartet von seiner alten, neuen Nummer neun noch mehr. Fitnesstechnisch sei Luka Jovic, der bei Real Madrid unter Zinedine Zidane (48) nur sehr ausgesucht zum Einsatz kam, „auf einem guten Weg. Er wird weiter diese Leistung im physischen Bereich bringen, für die Mannschaft arbeiten und laufen – und dann auch noch belohnt werden mit dem einen oder anderen Tor, das für uns sehr wertvoll sein wird.“

Nicht belohnt, also zumindest nicht mit Einsatzminuten gegen den VfL Wolfsburg, werden Martin Hinteregger (28), den Hütter nächste Woche wieder im Training zurückerwartet, sowie Almamy Touré (24) und Ragnar Ache (22). Für die letzten beiden „wird es diese Saison nicht mehr reichen“, so Hütter. Amin Younes (27) hingegen hat mit der Mannschaft trainiert und sei einsatzbereit.

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VfL Wolfsburg: Glasner von eigener Mannschaft beeindruckt – will aber weiter gewinnen

Die Europareise des VfL Wolfsburg war in dieser Saison denkbar kurz. Zwar setzte man sich in der zweiten und dritten Qualifikationsrunde der Europa League souverän gegen den FK Kukesi (4:0) sowie Desna Chernihiv (2:0) durch. In den Playoffs ließ man sich allerdings trotz eigener Führung von AEK Athen düpieren und verlor last-minute noch 1:2.

So konnte man am Allersee gespannt mitverfolgen, was die eigene Konkurrenz im internationalen Wettbewerb treibt. Der jüngste Auftritt des BVB ließ jedenfalls auch Oliver Glasner (46) nicht kalt. Insbesondere nicht in Verbindung mit den Leistungen seiner eigenen Mannschaft. Nach der Partie habe er sich gedacht: „Puh, wie können wir elf Punkte vor Dortmund sein, wenn die so spielen?“ Das zeige auch, auf welchem Niveau seine Mannschaft die gesamte Saison über unterwegs sei.

Bildquelle: imago

Insbesondere gilt das für Wout Weghorst. Der Niederländer steht bei mittlerweile 17 Saisontoren. Damit muss er sich in der Bundesliga lediglich hinter Erling Haaland (20/21 Tore), André Silva (22) sowie dem momentan maladen Robert Lewandowski (32/35 Tore) anstellen. Beim jüngsten 1:0-Sieg gegen den 1. FC Köln konnte er zwar sein Torekonto nicht weiter aufstocken, lieferte dafür aber die siegbringende Vorlage.

Nun geht es für ihn und seine Mannschaft nach Frankfurt. An das Stadion der Eintracht haben Weghorst und die Seinen viele positive Erinnerungen. Die letzten vier Spiele dort konnten sie allesamt gewinnen. In dieser Saison aber ist die SGE zuhause noch ungeschlagen. „“Irgendeine Serie wird reißen“, so Glasner. Er selbst erwartet „ein richtig cooles Spiel, einen Schlagabtausch“, mit Laufmaschinen auf beiden Seiten und Pressingmaschinen auf beiden Seiten.“

Was Oliver Glasner nicht erwarten kann, sind Einsätze von Admir Mehmedi (30/Wadenverletzung), Renato Steffen (29/Sprunggelenk), Kapitän Joshua Guilavogui (30/Adduktorenzerrung) sowie Paulo Otavio (26/Rotsperre). Grundsätzlich könnte der VfL-Coach schon mit einem Unentschieden gut leben. Aber: „Wir gehen in jedes Spiel, um es zu gewinnen. Egal, ob es ein Aufsteiger oder der Champions-League-Sieger ist. Wir fahren auch nach Frankfurt und spielen dort auf Sieg.“. Kein schlechter Plan. Denn in der kommenden Woche empfangen sie – genau – den Champions-League-Sieger.

Prognose

Oliver Glasner hat auf der Pressekonferenz schon einiges über den Grundtenor des Spiels verraten. Viel Tempo, viel Pressing, viel Intensität. Das kann in vielen Toren enden, muss es aber nicht. Wahrscheinlicher ist, dass dem VfL Wolfsburg gegen Eintracht Frankfurt nicht auch noch der fünften Sieg in Folge gelingt. Am Ende könnte es auf ein Unentschieden hinauslaufen.

 

 

 

Mögliche Aufstellungen:

Eintracht Frankfurt: Trapp – Tuta, Ilsanker, Ndicka – Sow, Rode – Durm, Younes, Kostic – Silva, Jovic

VfL Wolfsburg: Casteels – Mbabu, Lacroix, Brooks, Roussillon – X. Schlager, Arnold – R. Baku, Gerhardt, Brekalo – Weghorst

Bildquelle: imago

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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