Die große EL-Vorschau (12/12): Gr. L – Chelsea, BATE, MOL Vidi, PAOK Saloniki

Vorschau

Zahlreiche Mannschaften haben versucht sich für die Europa League zu qualifizieren, eine langwierige Auswahlphase hat nun ein Ende gefunden und 48 Teams stehen nun in der Gruppenphase. Für manche Klubs ist dies ein großer Erfolg, manche sehen die Europa League, beispielsweise nach einer gescheiterten Qualifikation für die Champions League nur als Trostpflaster an. Eines vereint diese Teams aber: Sie wollen sich auf europäischer Bühne von ihrer besten Seite präsentieren und versuchen die bestmöglichen Resultate einzufahren. Wir liefern die Vorschau über alle 12 Gruppen der UEFA Europa League! 

 

Den Abschluss macht die Gruppe L mit dem FC Chelsea, BATE Borisov, MOL Vidi und PAOK Saloniki!

Gruppe A (Leverkusen, Larnaca, Zürich, Ludogorets)

Gruppe B (Celtic, RB Salzburg, Trondheim, RB Leipzig)

Gruppe C (Zenit, Bordeaux, Kopenhagen, Slavia)

Gruppe D (Fenerbahce, Trnava, Anderlecht, Zagreb)

Gruppe E (Arsenal, Qarabag, Sporting, Vorskla)

Gruppe F (Milan, Olympiakos, Real Betis, Düdelingen)

Gruppe G (Rangers, Rapid, Villarreal, Spartak)

Gruppe H (Frankfurt, Marseille, Lazio, Limassol)

Gruppe I (Besiktas, Malmö, Genk, Sarpsborg)

Gruppe J (Sevilla, Krasnodar, Lüttich, Akhisarspor)

Gruppe K (Kiew, Astana, Rennes, Jablonec)

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FC Chelsea (ENG)

Dass der FC Chelsea nur in der Europa League spielt ist einer alles andere als zufriedenstellenden Saison in der Premier League geschuldet. Nicht nur die Leistungen waren unkonstant, auch das Verhältnis zwischen Trainer Antonio Conte und den Verantwortlichen wurde sukzessive schlechter. Der Hauptgrund: Die Transfers, die Conte gerne getätigt hätte, kamen nicht zustande, Chelsea gab nach außen hin ein eklatant schlechtes Bild ab. Im Sommer kam es dann – recht spät – zum Trainerwechsel. Maurizio Sarri, der mit dem SSC Neapel einen faszinierenden Fußball spielen ließ wechselte zu den „Blues“, brachte mit Jorginho einen seiner absoluten Schlüsselspieler mit und beginnt nun „seinen“ Fußball in London zu implementieren. Die Mannschaft spurt, spielt schon jetzt komplett anders als in der letzten Saison und hat viel vor. Unter anderem den Titel in der Europa League zu gewinnen. 

Die Transfers des Sommers

Zugänge: M. van Ginkel (Leihende), M. Kovacic (Leihe, Real Madrid), R. Green (Huddersfield), Jorginho (SSC Neapel), Kepa (Athletic Bilbao)

Abgänge: L. Baker (Leihe, Leeds), M. Hector (Leihe, Sheffield), T. Abraham (Leihe, Aston Villa), J. Blackman (Leihe, Leeds), T. Kane (Leihe, Hull), C. Musonda (Leihe, Vitesse), T. Kalas (Leihe, Bristol), Eduardo (Leihe, Vitesse), M. Miazga (Leihe, Nantes), O. Aina (Leihe, Torino), K. Omeruo (Leihe, Leganes), M. Batshuayi (Leihe, Valencia), M. Pasalic (Leihe, Atalanta), T. Bakayoko (Leihe, Milan), K. Zouma (Leihe, Everton), T. Courtois (Real Madrid)

Stiländerung früh sichtbar

Auch Maurizio Sarri hätte womöglich noch gerne den ein oder anderen Spieler verpflichtet. Aber die Mannschaft des FC Chelsea verfügt auch so über eine Menge Potenzial, wurde zudem mit Jorginho und Kovacic auf der Mittelfeldposition verstärkt, sodass Sarri seinen eigenen, ganz speziellen Fußball spielen kann. Trotz anfänglicher Probleme, die wohl auch noch eine Weile bestehen bleiben, hat Chelsea 15 Punkte aus 5 Spielen einfahren können. Der Ligastart ist trotz punktuell auftretender Defensivlücken gelungen, die Mannschaft spielt von Woche zu Woche besser. 

(Photo by Ian KINGTON / AFP)

Der Schachzug mit Jorginho ist ebenfalls absolut gelungen. Ein zentraler Mittelfeldspieler, also ein Spieler auf der absoluten Königsposition, der den Sarri-Fußball kennt, hilft dieser Mannschaft enorm weiter. Insbesondere dann, wenn er individuell auch noch auf einem solch hohen Niveau agiert wie es Jorginho tut. Zusammen mit Kanté und Kovacic oder aber Fabregas – oder Barkley kann er genau den Einfluss auf das Spiel der „Blues“ ausüben, den man sich erhofft. Und das merkt man schon jetzt – Jorginho wird ständig gesucht, ist Initiator zahlreicher Angriffe, spielt teilweise über 100 Pässe pro Spiel. Chelsea wird mehr und mehr darauf aus sein Kontrolle auszuüben, den Gegner zu dominieren, das Passspiel variabel und kreativ zu gestalten.

Rotation? Der Kader gibt es her

Die Frage vor der Europa League ist: Wie sehr wird Sarri rotieren? Die Gruppenphase sollte Chelsea auch ohne die Einbindung der großen Stars überstehen, dafür ist der Kader in der Breite viel zu gut besetzt. Außerdem muss bei einer langen Saison in mehreren Wettbewerben genau auf die Belastung der Spieler geachtet werden. Superstars wie Eden Hazard, der in der Liga engagierter und besser denn je wirkt, wird man also zumindest in den ersten 6 Spielen nicht allzu häufig zu Gesicht bekommen. Dafür besteht die Chance für junge Talente wie Ethan Ampadu, der seinen Vertrag gerade langfristig verlängert hat, erste Erfahrungen im Europapokal zu sammeln.

Auch Spieler wie Christensen, Drinkwater, Moses oder Emerson, die in der Liga bisher eher außen vor waren, können sich beweisen. Gleiches gilt für Ruben Loftus-Cheek, der nicht nur eine sehr gute letzte Saison auf Leihbasis bei Crystal Palace absolvierte, sondern obendrauf auch noch eine gute Weltmeisterschaft spielte. Auch wenn man bei Chelsea nicht „gerne“ mit der Europa League Vorlieb nimmt: Sie ist besser als die Königsklasse geeignet um jungen und Ergänzungsspielern eine Chance zu geben, den Kader bei Laune zu halten. 

Und bereits die Vorbereitungsspiele zeigten, dass auch die „Zweite Garde“ in der Lage ist den Sarri-Fußball auf dem Platz umzusetzen. Der Italiener arbeitet gewissenhaft, will jeden Spieler verbessern, vor allem in technischer Hinsicht. Zwar gilt der Kettenraucher nicht als komplett einfacher Typ, ein ausgewiesener Fußballfachmann, der den FC Chelsea zu großen Erfolgen führen kann, ist er allemal. 

Die 90PLUS-Prognose

Chelseas zweite Garde ist gut, die erste noch viel besser. Es scheint keine Rolle zu spielen in welcher Besetzung die „Blues“ in der Europa League antreten, die Gruppenphase soll nur eine Durchgangsstation sein. Und bei den individuell unterlegenen Gegnern und dem immer besser funktionierenden System der Sarri-Elf ist das auch sehr wahrscheinlich. Mit Patzern sollte also nicht gerechnet werden. 

 

BATE Borisov (BLR)

Die Weißrussen von BATE Borisov sind alles andere als ein angenehmer Gegner, das mussten bereits mehrere Favoriten in der Vergangenheit feststellen. In der Qualifikation zur Champions League scheiterte man in den Playoff-Spielen gegen die PSV aus Eindhoven, die heimische Liga in Weißrussland führt man erwartungsgemäß souverän an, hat nach 20 Spielen 7 Punkte Vorsprung auf den Verfolger Vitebsk. Die Mannschaft blieb im Kern zusammen, der neue Trainer Aleksey Baga setzt nun neue Akzente. In der Europa League rechnet man sich indes nicht allzu schlechte Chancen auf Tabellenplatz 2 aus. 

Die Transfers des Sommers

Zugänge: H. Moukam (Grodno), D. Polyakov (APOEL), E. Filipenko (M. Tel Aviv), Kizito (Leihe, Poli Iasi)

Abgänge: V. Zhuk (Leihe, Slutsk)

Eingespielte Mannschaft

Im Sommertransferfenster war bei BATE nicht allzu viel los. Die Liga in Weißrussland wird im Kalenderjahr ausgetragen, entsprechend wichtig ist vor allem der Transferwinter. Allerdings wurde ein neuer Trainer installiert, der nun auf eine eingespielte Mannschaft bauen kann, die sich im Kern in den letzten Jahren zumindest nicht drastisch verändert hat. Diese Eingespieltheit, auf die Aleksey Baga nun bauen kann, ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg. Die Mannschaft kennt sich in- und auswendig, das erleichtert punktuelle Anpassungen seitens des Trainers. 

Im Kader von BATE stehen 26 Spieler, das Durchschnittsalter liegt trotz erfahrenen Akteuren wie Igor Stasevich, Aleksey Rios und dem 37-jährigen Aleksandr Hleb, der primär als Joker zum Einsatz kommt, bei gut 26 Jahren. Hleb kann immer noch für Gefahr sorgen, sein gutes Auge hat er nicht verloren, auch technisch befindet er sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Doch den Ton geben andere an, allen voran Linksaußen Gordejchuk, der zusammen mit Ivanic zu den individuell besten Spielern in der Offensive zählt.

In der Liga ist BATE in nahezu jedem Spiel favorisiert, international Mus man sich etwas umstellen. Hier wird es vor allem auf eine kompakte Formation ankommen, dem Gegner sollen so wenig Räume wie möglich offenbart werden. Die Defensive um Volodjko, Filipenko, Yablonski & co. ist aber definitiv ordentlich besetzt und kann diesen Anforderungen gerecht werden. BATE ist kein Neuling auf internationalem Parkett, weiß genau, worauf es ankommt und wie man sich umzustellen hat. 

Die 90PLUS-Prognose

Hinter dem FC Chelsea dürfte sich ein spannender Dreikampf um den 2. Platz entwickeln. BATE verfügt dabei durchaus über Qualitäten, die für den begehrten Platz in der K.O.-Runde reichen könnten, sofern die Mannschaft sie auch auf den Platz bekommt. Und wer weiß, vielleicht patzt ja in dieser Saison der FC Chelsea in Weißrussland… 

 

 

MOL Vidi FC (UNG)

MOL wer? Diese Frage werden sich nicht wenige Fußballfans gestellt haben, als sie erstmals mit dem MOL Vidi FC aus dem ungarischen Szekesfehervar konfrontiert wurden. Dabei besteht der Klub bereits seit 1941, eine Namensänderung sorgte primär für die Verwirrung. Erst seit diesem Jahr ist der ungarische Mineralölkonzern MOL, der seit 2010 Hauptsponsor ist, Namensgeber des aktuellen ungarischen Meisters, der sich beinahe für die Champions League hätte qualifizieren können. Doch in den Playoff-Spielen musste man sich AEK Athen mit 1:2 und 1:1 geschlagen geben. Nun hofft man in der Europa League auf gute Resultate. 

Die Transfers des Sommers

Zugänge: S. Hangya (Vasas FC), B. Sos (Debrecen), Z. Berecz (Vasas FC), G. Milanov (ZSKA Moskau), A. Hodzic (Dinamo Zagreb)

Abgänge: I. Zöldesi (Kisvarda), A. Bodi (Debrecen), V. Sejben (Csakvar), E. Henty (Puskas AFC), B. Bolla (Siofok), M. Lorentz (Siofok), A. Suljic (Olimpija), B. Szabo (Diosgyör), R. Szolnoki, J. Varga (Puskas AFC), P. Reti (Siofok, Leihe), Z. Bevardi (Vasas FC, Leihe)

Erfahrene Säulen geben Ton an 

Die Ungarn setzen in ihrem Kader viel auf einheimische Spieler, lediglich in der Offensivabteilung finden sich einige Legionäre. Die Mischung im Kader ist ordentlich, erfahrene und talentierte Spieler ergänzen sich gut. Der Saisonstart in die laufende Spielzeit war allerdings ausbaufähig, aus 6 Spielen konnte man 9 Punkte einfahren, das Team von Trainer Marko Nikolic, der seit 2017 im Amt ist, hinkt ein wenig hinterher. 

Viele bekannte Gesichter sucht man im Kader der Ungarn vergeblich. Doch einige Stützen finden sich schon im 4-3-2-1-System von Trainer Nikolic. So zum Beispiel Roland Juhasz, der lange in Belgien spielte und in der Innenverteidigung den Ton angibt. Der 35-jährige ist nicht nur Abwehrchef, sondern auch Kapitän der Mannschaft. Ein weiteres bekanntes Gesicht ist Szabolcs Huszti, der viele Jahre in der Bundesliga spielte. Auch er ist mittlerweile 35 Jahre alt, verfügt aber immer noch über wichtige Qualitäten. Vor allem seine ruhenden Bälle könnten ein entscheidender Faktor im Spiel von MOL Vidi sein. 

Und auch im Angriff dominiert ein bekannter Name: Danko Lazovic. Auch er ist 35 Jahre alt, spielt meist als hängende Spitze. Lazovic spielte in seiner Karriere unter anderem für Feyenoord, PSV, Zenit und Partizan, war in dieser Saison schon an 8 Treffern beteiligt. Wichtig für die Offensive war auch die Verpflichtung von Hodzic, der in Zagreb bereits auf sich aufmerksam machen konnte. Er verstärkt das Angriffszentrum, während Milanov, der bei ZSKA keine große Zukunft mehr hatte, die Kreativabteilung beleben soll. Die Mannschaft muss sich zwar noch stabilisieren und wieder in die Spur finden, ist aber durchaus ein ernstzunehmender Gegner.

Die 90PLUS-Prognose

Im Dreiervergleich der Teams, die um Platz 2 kämpfen, sieht die aktuelle Lage bei MOL Vidi vielleicht am kompliziertesten aus. Aber insgesamt bewegt man sich zumindest mit BATE auf Augenhöhe. Einiges wird davon abhängen wie gut und beschwerdefrei die erfahrenen Akteure durch die englischen Wochen kommen, hier ist auch Trainer Nikolic gefragt. Das Weiterkommen ist möglich, wenn alles stimmt. 

 

PAOK Saloniki (GRE)

Die Griechen von PAOK Saloniki wurden in der vergangenen Saison Vizemeister in der griechischen Liga, waren in den vergangenen Jahren regelmäßig im internationalen Wettbewerb vertreten. In Erinnerung blieb PAOK vor allem aufgrund der frenetischen Fans, die die Atmosphäre im Toumba-Stadion durchaus zum Kochen bringen können. In der Qualifikation zur Champions League scheiterte man aber vor allem aufgrund eines schwachen Heimspiels gegen Benfica, mit Auftaktgegner Chelsea fühlt sich die Europa League aber zumindest zu Beginn ein wenig wie die „Königsklasse“ an. PAOK will mindestens die erste K.O.-Runde erreichen und verfügt durch clevere Ergänzungen im Sommer auch über die nötige Qualität um das zu erreichen. 

Die Transfers des Sommers

Zugänge: A. Warda, S. Kitsiou (Leihende) C. Papadopoulos, K. Balogiannis (eigene Jugend), A. Tosca (Leihe, Betis), N. Karelis (Leihe, Genk), P. Wernbloom (ZSKA Moskau), Y. Khacheridi (Kiew), C. Akpom (Arsenal), Leo Jaba (Grozny)

Abgänge: M. Azevedo, R. Mak (Leihende), B. Rangelov (Vereinslos), P. Henrique (Leihe, Astana), J. da Silva (Hajduk), L. Lamprou (Sittard, Leihe), G. Mystakidis (Leihe, Giannina), T. Tselepidis (Panchaiki), T. Moulin (Leihe, Ankaragücü), M. Mihojevic (Leihe, Kreta), C. Charisis (Leihe, Kortrijk), N. Mattheou (Leihe, Karaiskakis), M. Patralis (Leihe, Dramas), I. Markovskyy (Leihe, Eginiakos), S. Toumanidis (Leihe, Kavala), M. Leovac (Zagreb), A. Dimitriadis (Pontou), J. Muca (Leihe, Karaiskakis), K. Dimitrou (FC Basel), E. Sabo (Beitar Jerusalem), Djalma (Alanyaspor)

Eine gute Transferperiode

Dem rumänischen Trainer Razvan Lucescu und den Verantwortlichen von PAOK ist es gelungen die Qualität im Kader im Sommer zu erhöhen. Einige, gerade junge Spieler wurden verliehen, andere kamen von ihren Leihgeschäften zurück und erhoffen sich jetzt einen Platz im Kader. Vor allem aber gelang mit den Verpflichtungen von Khacheridi (31) und Wernbloom (32) ein echter Coup. Beide sind zwar schon verhältnismäßig alt, bringen aber Erfahrung mit und haben zudem noch einige gute Jahre im Tank. Erfahrung ist ohnehin ein großes Thema bei den griechischen Mannschaften, PAOK verfügt über einige Spieler, die eine Führungsrolle übernehmen können. 

Die Transferperiode war also durchaus gut, auch wenn mit Azevedo und Mak zwei wichtige Leihspieler nicht gehalten werden konnten. Die Anpassungen, die vorgenommen wurden, waren aber definitiv sehr klug. Auch junge Spieler wie Akpom, den man aus London verpflichtete, passen gut in das Mannschaftsgefüge. Extrem viel erwartet man sich vom jungen Brasilianer Leo Jaba (20), der aus Grozny kam. Der Linksaußen verfügt über die Qualität um auf dem Platz etwas Besonderes zu zeigen, jederzeit Gefahr zu kreieren und somit auch Spiele zu entscheiden. 

Die Mischung stimmt

Die angesprochene Altersstruktur ist aber nicht nur bei den Neuzugängen formidabel, im gesamten Kader findet man gute junge und erfahrene Spieler. Kapitän des Teams ist Außenverteidiger und Ex-Wolfsburger Vieirinha (32), der immer noch ein Antreiber und enorm viel unterwegs ist. Topstürmer ist der Serbe Prijovic, der auch in dieser Saison, in der erst drei Ligaspiele absolviert sind (7 Punkte), schon wieder treffen konnte. Auch der eben angesprochene Leo Jaba konnte sich bereits in die Torschützenliste eintragen.

Neben der erhöhten individuellen Klasse ist vor allem auch die Breite im Kader ein wichtiger Aspekt. Und die Breite ist vorhanden. Lucescu kann mehrere Systeme spielen, bevorzugt aber ein 4-2-3-1 mit El Kaddouri oder Pelkas hinter der Offensivreihe. Doch auch eine Dreierkette oder ein Doppelsturm sind möglich, der Kader gibt einiges her. Das könnte der entscheidende Vorteil gegenüber Vidi und BATE sein. 

Die 90PLUS-Prognose

PAOK Saloniki ist nach einer guten Transferphase und einem guten Saisonstart für die Europa League gerüstet. Die Griechen haben viel vor, aber auch eine unangenehme Gruppe erwischt. Gegen Chelsea ist nicht viel zu holen, in den anderen beiden Duellen ist man zwar favorisiert, steht allerdings auch unter Erfolgsdruck. Die erfahrenen Spieler, die man im Kader besitzt, sollten am Ende aber dafür sorgen können, dass PAOK Platz 2 erreicht. Patzt man allerdings, so wird die Konkurrenz da sein. 

Manuel Behlert

Vom Spitzenfußball bis zum 17-jährigen Nachwuchstalent aus Dänemark: Manu interessiert sich für alle Facetten im Weltfußball. Seit 2017 im 90PLUS-Team. Lässt sich vor allem von sehenswertem Offensivfußball begeistern.

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