Die große CL-Vorschau (8/8) – Gruppe H: Juventus, Man. United, Valencia, Young Boys

Vorschau

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Am Dienstag, den 18. September, startet die Gruppenphase der UEFA Champions League. Es gibt einige Neuerungen, so zum Beispiel die verschiedenen Anstoßzeiten, denn ab der kommenden Saison werden die Spiele um 18:55 und um 21 Uhr angepfiffen. Real Madrid konnte den Wettbewerb nun dreimal in Folge gewinnen, auch diesmal versuchen 31 Teams die „Königlichen“ von ihrem Thron zu stoßen. Wir blicken ausführlich auf alle Gruppen und liefern die wichtigsten Informationen!

In der letzten Ausgabe beschäftigen wir uns mit Juventus Turin, Manchester United, dem FC Valencia und den Young Boys!

Gruppe A: (Atletico, BVB, Monaco, Brügge)

Gruppe B: (Barcelona, Spurs, PSV, Inter)

Gruppe C: (PSG, Neapel; Roter Stern, Liverpool)

Gruppe D: (Lok. Moskau, Porto, Schalke, Galatasaray)

Gruppe E: (Bayern, Benfica, AEK, Ajax)

Gruppe F: (Man. City, Donezk, Hoffenheim, Lyon)

Gruppe G: (Real, Roma, Pilsen, ZSKA)

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Juventus Turin 

(letzte Saison: Viertelfinale CL)

Der italienische Serienmeister Juventus hat in dieser Saison einen absoluten Coup auf dem Transfermarkt gelandet und Cristiano Ronaldo von Real Madrid verpflichtet. Eben jenen Ronaldo, der die internationale Saison 2017/18 für Juventus beendete, als er im Viertelfinale den entscheidenden Treffer erzielte. National war die „Alte Dame“ aber erneut das Maß aller Dinge und gilt auch in dieser Saison wieder als großer Favorit auf den Meistertitel. Doch diesmal soll auch der internationale Angriff erfolgen. In den vergangenen Spielzeiten war Juventus häufig vorne mit dabei, konnte den Titel in der Champions League aber nie gewinnen. Mit Ronaldo, der Bonucci-Rückkehr und der ein oder anderen weiteren Ergänzung soll dies nun gelingen. Massimiliano Allegri und seine Mannschaft haben viel vor! 

Die Transfers des Sommers

Zugänge: E. Can (Liverpool), M. Perin (Genua), L. Bonucci (Milan), D. Costa (FC Bayern, fest verpflichtet), J. Cancelo (Valencia), C. Ronaldo (Real Madrid)

Abgänge: B. Höwedes (Leihende), C. Marchisio (Zenit), S. Beltrame (Leihe, Den Bosch), N. Mosti (Leihe, Imolese), P. Garcia (St. Truiden), L. Marrone (Leihe, Hellas), S. Padovan (Leihe, Casertana), L. Clemenza (Leihe, Padova), K. Udoh (Leihe, Leixoes), S. Sturaro (Leihe, Sporting), G. Buffon (Paris SG), K. Asamoah (Inter), S. Lichtsteiner (Arsenal), A. Cerri (Leihe, Cagliari), A. Brignoli (Palermo), A. Aduero (Leihe, Sampdoria), N. Leali (Perugia), M. Pjaca (Leihe, Fiorentina), A. Tello (Benevento), T. Rincon (Torino), A. Favilli (Leihe, Genua), G. Magnani (Sassuolo), G. Higuain (Leihe, Milan), R. Mandragora (Udinese Calcio), M. Caldara (Milan)

 

Erfolgreiche Kaderausdünnung

In Italien werden traditionell viele junge Spieler verliehen, viele Leihen mit Kaufoption- oder Pflicht abgeschlossen. Auch Juventus hat in dieser Saison wieder zahlreiche Spieler verliehen, die von einer vorherigen Leihe zurückkamen. Doch der Kader wurde in diesem Sommer endlich erfolgreich ausgedünnt, es wurden keine jungen Spieler verpflichtet, die sofort weiterverliehen wurden. Der Fokus lag primär auf der Verbesserung und Optimierung des Kaders, mit dem man ganz große Ziele verfolgt. Die Kadergröße ist mit 24 Spielern eigentlich ideal, das Durchschnittsalter mit 28,1 Jahren zwar hoch, aber dennoch stehen einige junge, aufstrebende Spieler im Aufgebot, die Dampf machen und Druck ausüben können. 

Außerdem ist durch die Altersstruktur gewährleistet, dass der Abgang von Spielern wie Buffon, Marchisio, Asamoah oder Lichtsteiner gut aufgefangen wird. Diese Spieler waren mehr oder weniger großer Bestandteil der Stammelf, aber sie waren Führungskräfte, die mit ihrem Charakter, ihrer Erfahrung innerhalb der Mannschaft hoch angesehen waren. Doch es entsteht keinesfalls ein Vakuum, Barzagli, Bonucci und Chiellini haben ebenso viel einzubringen wie ein Pjanic, ein Khedira oder ein Mandzukic, um die Hierarchie im Team muss sich Trainer Allegri also keine Sorgen machen, zumal weitere Spieler nun die Chance haben mehr Verantwortung zu übernehmen.

 

Letzte Schwachstellen fast komplett bereinigt 

Der Kader der letzten Saison wirkte nicht ganz rund. Gerade auf der Rechtsverteidigerposition konnte man eine kleine Schwachstelle ausmachen, Lichtsteiner und de Sciglio galten nicht als Idealbesetzung. Dementsprechend wurde reagiert, Joao Cancelo verpflichtet. Dabei zeigte Juventus seine Klasse auf dem Transfermarkt, erkannte sofort, dass der Spieler verfügbar ist, als Inter die feste Verpflichtung hinauszögerte und neu verhandeln wolle. Juventus zahlte sofort die geforderten 40 Millionen Euro an den FC Valencia und schloss diese Baustelle mit einem enorm talentierten Spieler, der bei der „Alten Dame“ den nächsten Schritt gehen kann. 

(Photo by Marco Luzzani/Getty Images)

Durch die Bonucci-Rückkehr wird die maximale Abstimmung in der Innenverteidigung gewährleistet, Barzagli rückt ins zweite Glied, Rugani und Benatia sind ideale Alternativen und Allegri kann sowohl eine Dreier- als auch eine Viererkette auf allerhöchstem Niveau aufstellen. Zudem blieb man bei Alex Sandro trotz einiger Offerten hart, behielt den Linksverteidiger, der auf seiner Position zu den besten Spielern der Welt gehört. Wenn man am aktuellen Kader, an der derzeitigen Zusammensetzung etwas kritisieren will, dann wohl am ehesten das Mittelfeldzentrum, dem neben dem überragenden Pjanic womöglich noch eine weitere, eher kreative Option fehlt. Khedira, Matuidi, Can und Bentancur bringen eher dynamische Elemente ein, doch die herausragende Offensive kann dies ohnehin in den meisten Partien kaschieren. 

 

All eyes on Ronaldo?! 

Wenn ein Spieler wie Cristiano Ronaldo, der bei Manchester United und Real Madrid nicht nur Tore wie am Fließband erzielte, sondern auch zahlreiche wichtige Titel gewinnen konnte, zu Juventus Turin wechselt, nachdem er dreimal in Folge die Königsklasse gewann, steht er natürlich im Scheinwerferlicht. Und dann kommt es keinesfalls überraschend, dass die ersten kritischen Fragen gestellt werden, wenn die „Tormaschine“ Ronaldo in den ersten drei Ligaspielen noch keinen Treffer erzielen konnte. Doch auch einem Spieler dieser Klasse muss man nach einem großen Turnier im Sommer eine gewisse Zeit der Akklimatisierung zugestehen, Ronaldo wird, das ist jedem Experten klar, früher oder später mit dem Toreschießen beginnen. Und dann auch wieder regelmäßig treffen. 

(Photo by Marco Luzzani/Getty Images)

Ein weiterer, unterschätzter Faktor ist die Tatsache, dass Cristiano Ronaldo natürlich auch Platz für seine Mitspieler schafft. Spielt Ronaldo in der Mitte, haben entweder nachrückende Akteure oder die Flügelspieler mehr Raum. Spielt Ronaldo auf der linken Seite, dann fällt es Juventus leichter das Spiel schnell auf die rechte Seite zu verlagern. Dafür benötigt man neben Spielern, die die Bälle sehr gut verteilen können, vor allem auch eine hohe Geschwindigkeit. Das sollte bei Spielern wie Bernardeschi, Douglas Costa, Cuadrado oder einem schnellen Außenverteidiger wie Cancelo aber kein Problem sein. Das bedeutet, dass Ronaldo das gesamte Team unberechenbarer macht, gleichzeitig aber noch die individuelle Qualität erhöht und überdies noch ein Spieler ist, der dafür bekannt ist in den entscheidenden Spielen entscheidende Treffer zu erzielen.

 

Player to Watch: Federico Bernardeschi

Im Sommer 2017 wechselte Federico Bernardeschi für rund 40 Millionen Euro von der Fiorentina zu Juventus Turin, gehörte in Florenz vorher zu den besten Spielern und in ihn wurden hohe Erwartungen gesetzt. In seiner ersten Saison bei der „Alten Dame“ spielte er, unter anderem wegen Verletzungsproblemen, nur etwas mehr als 1100 Minuten, konnte aber schon dort zeigen, wie wertvoll er für den Klub sein kann. 5 Tore und 7 Vorlagen in dieser kurzen Spielzeit waren eine gute Quote, doch in dieser Saison will Bernardeschi erst so richtig angreifen. Seine Vorbereitung war gut, er konnte sich schon zum Trainingsstart empfehlen, weil er im Sommer eben kein großes Turnier spielte – und stand in allen drei Ligaspielen zum Auftakt auf dem Platz.

Dabei erzielte er einen Treffer und bereitete einen weiteren vor. Bernardeschi dürfte ein Spieler sein der von der Offensivrotation von Massimiliano Allegri enorm profitiert, kann zudem auch einmal rechts vor der Dreierkette eingesetzt werden. Seine Qualitäten sind bekannt, der 24-jährige spielt zielstrebig, geradlinig, verfügt über eine gute Übersicht und kann auch in einem schlechten Spiel mit einer guten Aktion eine entscheidende Szene kreieren. Der entscheidende Faktor in dieser Saison dürfte die Fitness sein. Wenn Bernardeschi in seinem Rhythmus bleibt und keine langen Ausfälle beklagen muss, dann sollte ein enormer Schritt nach vorne erfolgen, auch in der Champions League. 

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Die 90PLUS-Prognose 

Juventus Turin ist stark, sehr stark sogar. Doch die Gruppe H ist keinesfalls einfach, mit Manchester United und dem FC Valencia befinden sich zwei Mannschaften in dieser Gruppe gegen die man durchaus auch einmal straucheln kann und selbst die Schweizer aus Bern sind nicht zu unterschätzen. Doch Juventus verfügt über die nötige individuelle Klasse und die nötige Erfahrung um auch enge Spiele für sich zu entscheiden. Der Anspruch ist nicht nur der Gruppensieg, sondern auch so lange wie möglich in diesem Turnier mitzumischen, möglicherweise auch um den Titel mitzuspielen. 

Manuel Behlert

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Manchester United

(letzte Saison: Achtelfinale CL)

Die vergangenen Saison lief für Manchester United nicht katastrophal schlecht, aber auch nicht wirklich nach Plan. José Mourinho schied mit seinem Klub im Achtelfinale der Champions League überraschend gegen den FC Sevilla aus, nachdem man sich im Auswärtsspiel in Andalusien eigentlich eine solide Ausgangsposition geschaffen hatte. Dieses Resultat entsprach nicht den Vorstellungen im Klub, insbesondere weil man nicht einmal an einem Schwergewicht scheiterte. Im FA-Cup wurde das Finale gegen Chelsea verloren, in der Premier League schloss man immerhin auf Platz 2 ab. Doch 19 Punkte Rückstand auf Meister und Stadtrivale Manchester City hinterließen auch keine zufriedenen Gesichter. Es folgte der Transfersommer – und die nächste Ernüchterung. Die kritischen Stimmen hinsichtlich Trainer Mourinho nehmen zu, der Portugiese ist nun in der Pflicht und braucht Ergebnisse.

Die Transfers des Sommers

Zugänge: A. Pereira (Leihende), L. Grant (Stoke City), D. Dalot (FC Porto), Fred (Donezk)

Abgänge: M. Carrick (Karriereende), J. Wilson (Leihe, Aberdeen), J. Pereira (Leihe, Setubal), A. Tuanzebe (Leihe, Aston Villa), T. Fosu-Mensah (Leihe, Fulham), C. Borthwick-Jackson (Leihe, Scunthorpe), S. Johnstone (WBA), D. Blind (Ajax)

 

Wie verkorst ist der Transfersommer?

Allzu viele Anpassungen waren in diesem Sommer bei Manchester United nicht nötig, allerdings mehr als man im Endeffekt verpflichten konnte. Mittelfeldspieler Pereira, der von seiner Leihe zum FC Valencia zurückkehrte sorgt für eine neue Option im Zentrum, zudem wurde mit Fred ein noch unausgereifter, aber hochtalentierter Spieler aus Donezk verpflichtet. Diogo Dalot, der aus Porto kam, ist zudem ein flexibel einsetzbarer Spieler für die Außenverteidigerpositionen, der aber ebenfalls noch reifen muss und eher eine Investition für die Zukunft darstellt. Doch eigentlich wollte man in Manchester noch ein bisschen mehr tun, weitere Transfers kamen aber nicht zustande. 

So hatten die „Red Devils“ beispielsweise Interesse an Bayern-Verteidiger Jerome Boateng, doch der Wechsel platzte, weil das Gesamtpaket Manchester United für den Nationalspieler nicht zu 100 % überzeugen konnte. Auch an Harry Maguire zeigte man Interesse, Leicester City verweigerte aber die die Freigabe. Auf der anderen Seite gelang die Ausdünnung des Kaders insbesondere auf der Innenverteidigerposition nicht, weiterhin stehen 5 Spieler für diese Position im Kader, mindestens einer davon hätte weichen müssen, wenn ein neuer Spieler verpflichtet worden wäre. 

(Photo by Catherine Ivill/Getty Images)

Auch die Tatsache, dass überhaupt keine neue Option für die Offensive verpflichtet wurde, ist zumindest ein wenig fragwürdig. Natürlich ist Manchester United mit Mata, Pereira, Alexis, Martial, Lingard, Rashford und Lukaku nicht schlecht besetzt, doch der junge Martial avancierte eher zum Spielball der internen Schlammschlacht zwischen Ed Woodward und José Mourinho, eine wirklich gute Alternative für Romelu Lukaku im Sturmzentrum steht nicht zur Verfügung, die anderen Optionen fallen hier etwas ab, sind hängend oder über den Flügel kommend stärker.

 

Theater im „Theatre of Dreams“ – Mourinho auf Kriegsfuß

Ein Sommer, in dem es keine Schlagzeilen rund um José Mourinho gibt, wäre kein vollständiger Sommer. Und auch in den letzten Monaten dominierte der Portugiese die Schlagzeilen, zunächst ging es um Paul Pogba, über zwischenmenschliche Differenzen wurde berichtet, sowohl Trainer als auch Mittelfeldspieler äußerten sich zurückhaltend, über einen Verkauf wurde spekuliert. Am Ende blieb Pogba in Manchester, zeigt in den ersten Spielen nach einer starken WM eine Entwicklung, äußert sich vor allem deutlicher, übernimmt mehr Verantwortung – auch neben dem Platz. Unruhe herrschte trotzdem – und das wochenlang. 

Ein anderes Thema war der enttäuschende Transfersommer. Mourinho sprach seinem Team zwar große Qualität zu, deutete aber auch mehrfach an, dass er gerne noch zwei Spieler verpflichten würde. Dabei handelte es sich um einen Innenverteidiger und einen Offensivspieler. Und Mourinhos Forderungen waren durchaus berechtigt, denn mit zwei Spielern von hoher Qualität auf diesen Positionen wäre der Kader sehr ausgewogen besetzt. Mögliche Transfers scheiterten aus verschiedenen Gründen, die Differenzen, die sich zwischen Mourinho und der Vereinsführung anstauten, wurden dadurch nicht geringer. 

(Photo by Victor Decolongon/Getty Images)

Zwischenzeitlich wurde sogar über eine Entlassung von Mourinho, sollten die Resultate ausbleiben, spekuliert. „The Special One“, der dafür bekannt ist, jede seiner Aussagen genauestens zu planen und sich über die Tragweite bewusst zu sein, lachte höhnisch über diese Gerüchte, verwies auf die immens hohe Abfindung, die der Klub zahlen müsste. Und dann war dann noch das Theater rund um Anthony Martial. Mourinho wollte im Machtkampf mit Woodward ein Zeichen setzen, machte klar, dass der Franzose bei einem entsprechenden Angebot verkauft werden soll. Woodward blockte jegliche Angebote, ohne überhaupt einmal mit dem Spieler zu sprechen. Mehr noch: Er wollte sogar den Vertrag verlängern, gegen den Willen des Trainers. Am Ende setzte sich Woodward zumindest punktuell durch: Martial blieb in Manchester, der Vertrag wurde aber noch nicht verlängert. Und welche Auswirkungen dieses Theater auf den Spieler haben wird, lässt sich nur erahnen.

 

Die Qualität ist trotzdem hoch

Blendet man die Nebenkriegsschauplätze bei den „Red Devils“ aus, so lässt sich feststellen: Der Kader ist zwar nicht perfekt und komplett ausgewogen, aber eben doch sehr gut. De Gea gehört zu den besten Torhütern der Welt, Valencia spielt als Rechtsverteidiger auf einem hohen Niveau, Luke Shaw scheint wieder zu alter Stärke gefunden zu haben, Eric Bailly macht ab und an einen sehr guten Eindruck in der Innenverteidigung, über Matic, Pogba und Herrera im Mittelfeld muss man kaum Worte verlieren, die Alternativen sind zudem vorhanden. Trotz eines schwierigen Saisonstarts ist United in der Lage jedem Gegner Probleme zu bereiten, Medienexperte Mourinho nahm durch seine Aussagen zuletzt den Druck von der Mannschaft, wird Manchester United vor den kommenden Aufgaben in gewohnter Manier einschwören. 

Mentalität, Stabilität und Balance werden auch in dieser Saison elementare Bestandteile des Spiels von Manchester United sein. Mourinho ist kein Trainer, von dem fußballerische Glanzmomente zu erwarten sind. Er will Erfolg – um jeden Preis. Wenn das Spiel 90 Minuten langweilig ist, seine Mannschaft dann aber den entscheidenden Treffer erzielt, war es ein sehr gutes Spiel für den Portugiesen. Die individuelle Klasse um enge Spiele zu entscheiden besitzt seine Mannschaft, Pogba muss noch mehr in eine Rolle des Anführers hereinwachsen, die Standards sind ohnehin eine Waffe und wenn Alexis eine höhere Effizienz an den Tag legt, weniger Ballverluste einstreut, kann jede Defensive vor Probleme gestellt werden. 

José Mourinho weiß aber auch, dass er mittlerweile unter Druck steht. Das Achtelfinalaus in der vergangenen Saison wirkt immer noch nach. Doch nun besteht die Chance mit guten Resultaten in einer schweren Gruppe dafür zu sorgen, dass das Vertrauen in Mourinho und dessen Arbeit zurückkehrt. Die Mannschaft ist eingespielt, Lukaku, Pogba & co. haben gute Leistungen bei der Weltmeisterschaft gezeigt und wenn es dann noch gelingt einen Spieler wie Martial an sein Topniveau heranzuführen und einzubinden, ist mit den „Red Devils“ zu rechnen.

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Player to Watch: Marcus Rashford

Er ist 20 Jahre und schon jetzt ein Hoffnungsträger – im Verein und in der Nationalmannschaft. Seit seinem Debüt geht die Entwicklung von Marcus Rashford steil nach oben, der Offensivspieler mit der Nummer 10 auf dem Rücken kam nach der Weltmeisterschaft noch etwas schleppend in die Saison, flog in der Liga gegen Burnley vom Platz, wird aber eine elementare Rolle bei United spielen können. In der vergangenen Saison war Rashford an 22 Treffern beteiligt, eine Quote, die er in dieser Spielzeit durchaus übertreffen kann – wenn er richtig eingesetzt wird. 

Rashford ist kein klassischer Mittelstürmer, wie es Lukaku ist. Der Engländer benötigt etwas mehr Raum und weicht gerne aus, taucht genau dort auf, wo Gefahr entstehen kann. Der 20-jährige ist ein instinktiv spielender Angreifer, der zwar einen enormen Torriecher mitbringt, aber auch einmal mit einem Dribbling, einem explosiven Antritt für eine Überzahlsituation sorgen kann. Und das geht am Besten, wenn Rashford als hängende Spitze oder auf dem Flügel eingesetzt wird. 

Und gerade deswegen versuchte Mourinho noch eine offensive Option zum Kader hinzuzufügen. Sowohl Rashford als auch Alexis, Lingard und Mata sind keine „klassischen“ Flügelspieler, die 1-gegen-1-Situationen suchen und Lukaku mit hohen Bällen füttern. Das ist eher die Aufgabe der Außenverteidiger. Je homogener die Mannschaft sich präsentiert, je besser die grundsätzliche Ausrichtung ist, desto mehr Chancen werden sich für Rashford ergeben seine Qualitäten auf den Platz zu bringen. 

 

Die 90PLUS-Prognose

José Mourinho hat eine schwere Aufgabe zu bewältigen: Er muss versuchen die Nebenkriegsschauplätze innerhalb des Klubs wegzumoderieren und gleichzeitig die Mannschaft wieder auf Vordermann zu bringen.  Gelingt ihm das in adäquater Art und Weise, dann wird Manchester United sehr gute Chancen auf Platz 2 haben und das Weiterkommen im Endeffekt auch erreichen. Gelingt das nicht, dann wird die Zukunft für Jose Mourinho alles andere als rosig aussehen. 

Manuel Behlert

 

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FC Valencia

(letzte Saison: nicht qualifiziert)

Der FC Valencia ist zurück auf der großen Bühne! Nachdem der Klub in der letzten Saison überhaupt nicht im internationalen Wettbewerb auftauchte ist man sofort wieder in der Champions League aktiv und will nach dem personellen Umbruch, der vor allem 2017 stattgefunden hat, nun auf internationaler Ebene überzeugen. Trainer Marcelino ließ in der vergangenen Saison einen technisch anspruchsvollen Fußball spielen, seine Mannschaft war sehr effizient, verteidigte diszipliniert und krönte am Ende seine gute Saison. Auch in diesem Sommer gab es einige Änderungen im Kader, der Motor stockte am Anfang der Saison noch – aber die große und neu gewonnene Qualität wird sich im Saisonverlauf nach und nach zeigen, davon darf man ausgehen. 

Die Transfers des Sommers

Zugänge: N. Gil (Leihende), D. Cheryshev (Leihe, Villarreal), M. Batshuayi (Leihe, Chelsea), D. Wass (Celta Vigo), C. Piccini (Sporting CP), J. Murillo (Inter), M. Diakhaby (Lyon), K. Gameiro (Atletico), G. Kondogbia (Inter), Gancalo Guedes (PSG)

Abgänge: A. Pereira, L. Vietto (Leihende), A. Medran (Leihe, Rayo Vallecano), Nani (Sporting), N. Vidal (Osasuna), Z. Bakkali (RSC Anderlecht), F. Orellana (Eibar), S. Zaza (Leihe, Torino), N. Maksimovic (Getafe), M. Montoya (Brighton), J. Cancelo (Juventus)

 

Langes Ringen um Guedes zahlt sich aus

Ein wichtiger Transfer, vielleicht sogar der wichtigste Transfer für Trainer Marcelino und seine Mannschaft wurde erst kurz vor dem Ende der Transferperiode festgezurrt. Goncalo Guedes, der bereits in der vergangenen von PSG an den FC Valencia ausgeliehen war, konnte nach langwierigen Ablöseverhandlungen am Ende doch verpflichtet werden. Valencia überwies rund 40 Millionen Euro an den französischen Hauptstadtklub, zudem kann die Ablösesumme durch einige Boni noch weiter ansteigen. Guedes nahm in der vergangenen Saison bereits eine wichtige Rolle im System von Marcelino ein, gilt als Bindeglied zwischen Mittelfeld und Angriff. 

(Photo by JOSE JORDAN / AFP)

Guedes ist flexibel einsetzbar, kann auf den Außenbahnen, im offensiven Mittelfeld oder als hängende Spitze aufgestellt werden. Er ist als Vorbereiter ebenso wertvoll wie als Torschütze und hat vor allem noch lange nicht das Ende seines Leistungsvermögens erreicht. Guedes hat überdies den Vorteil, dass er die Mannschaft kennt, den Spielstil, den Trainer Marcelino spielen will, bereits verinnerlicht hat. Der Spieler muss also nicht mehr integriert werden, kann der Mannschaft sofort helfen. 

 

In die Spur finden

Der Kader des FC Valencia ist nicht gerade groß, 23 Spieler stehen im Aufgebot, der ein oder andere junge Spieler ist zudem in der Lage sich anzubieten. Aber gerade im Mittelfeldzentrum herrscht zu Saisonbeginn ein Engpass, Coquelin und Kondogbia fielen zuletzt verletzt aus, Alternativen zu Wass und Parejo gibt es zurzeit dementsprechend nicht. Der Auftakt gegen Atletico war gut (1:1), doch danach konnte der FC Valencia gegen Espanyol und Levante insgesamt nur einen Zähler einfahren, stand nach 3 Spielen also im unteren Bereich der Tabelle. Wichtig wird es nun sein mit einem gelungenen Auftakt in die Champions League in die Spur zu finden.

Denn die vielen verschiedenen Wettbewerbe wollen mit diesem Kader erst einmal koordiniert werden. Während das Mittelfeld und der Angriff auch in der Breite gut besetzt sind, könnte in der Defensive schnell eine schwierige Situation entstehen. Insgesamt stehen nur 7 Abwehrspieler im Kader, mit Garay laboriert schon einer dieser Spieler an einer Knieverletzung, mit Piccini steht lediglich ein Rechtsverteidiger im Aufgebot, wenngleich Wass diese Position auch ausfüllen könnte, derzeit aber im Mittelfeld dringend benötigt wird. Flexible Spieler sind das Eine, wenn diese aber aufgrund einer andere Verletzung an eine bestimmte Position gebunden sind, kommt es eben zu schwierigen Situationen. 

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Prunkstück Offensivabteilung

Doch bei all den offenen Fragen, die der FC Valencia zu beantworten hat, muss vor allem in individueller Hinsicht die Offensivabteilung gelobt werden. Mit Goncalo Guedes, Carlos Soler, Rodrigo, Batshuayi, Gameiro und Mina stehen hochklassige Spieler im Aufgebot, der junge Ferran Torres (18) ist zudem ein aufstrebender Spieler, der vor der Unterzeichnung seines Profivertrags unter anderem von Real Madrid umworben wurde. Hier hat Marcelino die Qual der Wahl, hat immer starkes Personal auf der Bank, mit dem er nachlegen kann. Mit Cheryshev, Gameiro und Batshuayi wurden drei externe Neuverpflichtungen an Land gezogen, die aber zunächst noch integriert werden müssen.

Die Offensive wirkte in den ersten Spielen noch nicht so flüssig wie gewohnt, eben weil der Integrationsprozess noch in vollem Gange ist und Guedes erst spät zur Mannschaft stieß. Sobald der FC Valencia aber ins Rollen kommt und die Offensive die nötige Absicherung erhält, die unabdingbar ist, wird der Angriff wieder glänzen können. Marcelino lässt fast immer mit zwei Spitzen spielen, verfügt über verschiedene Spielertypen, kann je nach Spielstand oder Gegner beliebig variieren ohne einen großen Qualitätsverlust zu erleiden. Je früher Valencia in die Spur findet, desto komfortabler wird die Situation für den Trainer. 

 

Player to Watch: Ferran Torres

Im Sommer 2017 warb Real Madrid um die Dienste des damals 17-jährigen Rechtsaußen Ferran Torres. Die „Königlichen“ bewiesen in den Jahren zuvor, dass sie junge und talentierte Spieler bewusst auswählen und sie nach intensivem Scouting aus gutem Grund verpflichten. Viele Spieler lassen sich diese Chance nicht ergehen, Torres unterschrieb jedoch im Januar 2018 einen Profivertrag in Valencia, der im April noch einmal verlängert wurde. Nun steht der 18-jährige Flügelspieler bis 2021 beim Klub unter Vertrag, seine Ausstiegsklausel beträgt 100 Millionen Euro.

(Photo by Clive Mason/Getty Images)

Inwieweit der junge Torres für die Champions League schon eine Rolle spielt ist noch nicht klar. Soler, Guedes und Cheryshev sollten in der Rangfolge vor ihm stehen, aber als Rotationsspieler kann der 1,84m große Rechtsfuß auch für Wirbel sorgen. Er ist technisch stark, überzeugte bereits in den Juniorennationalmannschaften mit seinen genialen Momenten. Er kann den entscheidenden Pass spielen, verfügt über eine sehr enge Ballführung, schlägt gefährliche Hereingaben und ist schon mit 18 Jahren enorm effizient. Darüber hinaus ist sein Antritt hervorragend, wenngleich er im physischen Bereich noch nachlegen muss, um sich in engen Situationen besser zu behaupten. Wenn Ferran Torres sein Potenzial vollends ausschöpft, dürfte er schon in wenigen Jahren ein Kandidat für die spanische Nationalmannschaft sein. 

 

Die 90PLUS-Prognose

Der FC Valencia verfügt über eine gute Mannschaft und gute Einzelspieler. Marcelino muss zuerst dafür sorgen, dass die Mannschaft wieder so flüssig, so zielstrebig nach vorne spielt wie in der vergangenen Saison, dann ist gegen Juventus und Manchester United durchaus etwas möglich. Platz 2 sollte das Ziel sein, Platz 3 wäre in dieser Gruppe aber auch kein Weltuntergang, solange man vor den Young Boys bleibt, die individuell doch deutlich unterlegen sind. 

Manuel Behlert

 

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Young Boys 

(letzte Saison: nicht qualifiziert)

In der abgelaufenen Spielzeit konnten die Young Boys aus der Schweizer Hauptstadt Bern mit gutem Offensivfußball überzeugen, der dafür sorgte, dass das Team den Meistertitel in der Schweizer Super League einfahren und den großen Favoriten aus Basel hinter sich lassen konnte. Nach dieser Erfolgssaison änderte sich einiges: Der Erfolgstrainer Adi Hütter wechselte im Sommer in die Bundesliga und schloss sich Eintracht Frankfurt an, der 39-jährige Gerardo Seoane übernahm dessen Nachfolge. Auch personell wurden Veränderungen vorgenommen, auch wenn die Schweizer bei einigen begehrten Spielern hart blieben, unter anderem bei Kevin Mbabu, der zahlreiche Angebote vorliegen hatte. In der Gruppe H sind die Schweizer nun der krasse Außenseiter, aber die Resultate des FC Basel in der Vergangenheit zeigten, dass das nicht automatisch das Ausscheiden bedeuten muss.

Die Transfers des Sommers

Zugänge: J. Kronig (eigene Jugend), S. Lauper (FC Thun), U. Garcia (Werder Bremen), M. Camara (H. Raanana)

Abgänge: A. Letellier (Leihende), L. Obexer (Leihe, Aarau), N. Bürgy (Leihe, Aarau), K. Duah (Servette), T. Seferi (Winterthur), M. Bürki (Zulte Waregem), K. Adams (Hoffenheim)

Der wichtige Verbleib der Schlüsselspieler 

Wenn eine Mannschaft wie die Young Boys nach einer hervorragenden Saison mit dem Trainer eines der Gesichter des Erfolgs verliert, dann muss versucht werden, dass die wichtigsten Spieler gehalten werden. Kasim Adams wechselte nach Hoffenheim, aber die restlichen Schlüsselspieler konnten im Verein gehalten werden, sodass gar keine großen Neuverpflichtungen nötig waren. Trainer Seoane übernahm also eine absolut eingespielte Mannschaft, die punktuell auch noch verstärkt wurde.

(Photo by Robert Hradil/Getty Images)

Und das merkte man zu Saisonbeginn. Die Young Boys gewannen ihre ersten sechs Saisonspiele in der Schweizer Liga allesamt, haben sich schon jetzt einen großen Vorsprung herausarbeiten können. Die Patzer des FC Basel wurden allesamt genutzt, der neue Trainer setzt die Arbeit von Adi Hütter konsequent fort, zeigte zuvor bereits in Luzern, dass er durchaus als Trainertalent gilt und einer der aufstrebenden Trainer in der Schweiz ist. 

Und das ist das A und O zu Saisonbeginn. Hätte man größere Probleme mit der Rhythmusfindung gehabt und würde womöglich schon jetzt unter Druck stehen, wäre diese qualitativ hochwertige Gruppe zur Belastung geworden. So können die Young Boys, basierend auf der hervorragenden Ausgangslage in der Schweizer Liga, mit einem großen Selbstvertrauen in diese Gruppe starten und versuchen die Gegner zu ärgern.

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Die hervorragende Basis verfeinern 

Man sollte nicht den Fehler machen und die Young Boys hinsichtlich der Qualität mit ihren Gruppengegnern vergleichen. Für die eigenen Ansprüche verfügt man über eine sehr gute Mannschaft und hat tatsächlich eine großartige Transferperiode hinter sich, eben weil kaum Spieler gegangen sind. Torhüter van Ballmoos ist talentiert, in der Abwehr herrscht eine gute Mischung aus erfahrenen Spielern wie von Bergen (35) und jungen talentierten Akteuren wie Wüthrich (23) oder Neuzugang Camara (21). Auf den Außenverteidigerpositionen dominieren Mbabu auf der rechten und Benito auf der linken Seite, mit dem 19-jährigen Lotomba steht zudem ein überaus spannendes Talent zur Verfügung. 

Auch im Mittelfeldzentrum stimmt die Mischung aus Erfahrung und Jugend. Sekou Sanogo (29) ist ein zweikampfstarker, dominanter, defensiv ausgerichteter Mittelfeldspieler, Ex-Gladbacher Djibril Sow (21) und Michel Aebischer (21) sorgen eher für die Dynamik und treiben das Offensivspiel an. Auf der Außenbahn ist Sulejmani (29) der bekannteste Name, im Sturmzentrum ist der erfahrene Hoarau (34) ein Führungsspieler, der immer noch zuverlässig trifft. Aber auch Ngamaleu, Assalé und Nsame sind für die Schweizer Liga sehr gute Stürmer. 

Gerardo Seoane verfügt also über eine hervorragende Basis und will diese mit seinen eigenen Ideen verfeinern. Schon in Luzern hinterließ Seoane einen guten Eindruck, erarbeitete sich einen Ruf als innovativer, junger Trainer. Mit einer offensiven Ausrichtung, viel Laufarbeit und einem extrem ausbalancierten Mittelfeld soll die Spitzenposition in der Schweiz gehalten werden. Jeder Spieler muss für die Defensive mitarbeiten, jeder Spieler muss Lösungen für das Offensivspiel finden. Im Gegensatz zu Hütter will Seoane die Mannschaft noch flexibler aufstellen, mehr Variationen im Spiel erarbeiten, auf höherem Niveau rotieren können. 

 

Player to Watch: Kevin Mbabu

Der 23-jährige Kevin Mbabu spielt bei den Young Boys auf der Rechtsverteidigerposition, ist aber keinesfalls ein klassischer, die Linie auf und ab rennender Außenverteidiger. Der 23-jährige kommt aus der Jugend von Servette aus Genf, wechselte im Januar 2013 nach England und schloss sich Newcastle an. Dort konnte er sich nicht durchsetzen, 2017 erfolgte der Wechsel zurück in die Schweiz. Seine letzte Saison war dann allerdings fantastisch. Mbabu war der absolute Dauerbrenner bei den Young Boys, absolvierte fast 4000 Einsatzminuten, erzielte zwei Pflichtspieltore, bereitete 8 Treffer vor. 

(Photo by Robert Hradil/Getty Images)

Auch in der Qualifikation zur Champions League spielte Mbabu eine wichtige Rolle, erzielte gegen Dinamo Zagreb im Heimspiel das wichtige Tor zur Führung zeigte dabei sein Qualitätsspektrum. Der Außenverteidiger baute den Angriff mit auf, setzte seinen Teamkollegen auf der rechten Seite ein, lief in vollem Tempo in den Strafraum und vollendete die punktgenaue Flanke präzise zum 1:0. Im Sommer war unter anderem Eintracht Frankfurt an Mbabu interessiert, der sich aber, wie viele andere Spieler, für einen Verbleib in der Schweiz entschied. Das Erlebnis Champions League soll nun mitgenommen werden, ein Wechsel ist erst im Sommer 2019 ein Thema, denn dann läuft der Vertrag des gut ausbalancierten, defensiv keinesfalls abfallenden Mbabu nur noch ein weiteres Jahr. 

Die 90PLUS-Prognose

Die Young Boys sind der Außenseiter in dieser Gruppe, haben aber durchaus die Chance um zumindest den ein oder anderen Gegner im heimischen Stade de Suisse zu ärgern. Die Erwartungen sind nicht allzu groß – zumindest im Hinblick auf die Resultate. Vielmehr soll die Entwicklung weitergehen, die Mannschaft soll sich gut verkaufen. Und wenn einer der favorisierten Klubs eine schlechte Gruppenphase hinlegt und patzt, dann sind die Young Boys definitiv in der Lage diese Patzer auch auszunutzen und möglicherweise Platz 3 anzugreifen. Realistischer ist aber der 4. Platz. 

Manuel Behlert

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