Bremen vs. FC Bayern: Erfüllt die Flick-Elf die Pflicht?

Vorschau

Vorschau | Werder Bremen trifft auf den FC Bayern München. Häufig war dieses Duell ein packendes, in den letzten Jahren hingegen gab es für Werder wenig zu holen. 

Anpfiff der Partie ist am Samstag, 15:30 Uhr, Live bei Sky.

  • Werder hat durch den Sieg im Nachholspiel Boden gut gemacht 
  • Der FC Bayern will im Titelkampf vorlegen
  • Geht die Rekordjagd von Lewandowski weiter?

Bremen will den FC Bayern wie im Hinspiel ärgern 

In den letzten Jahren holte Werder Bremen im Spiel gegen den FC Bayern stets wenig. Das 1:1 im Hinspiel in München war der erste Punktgewinn in der Liga seit dem 3. Spieltag der Saison 2010/11. In der Allianz Arena legte Werder in der Hinrunde den Finger in die Wunde und erwischte den Rekordmeister eiskalt. In dieser Phase bot der FC Bayern immer mal wieder etwas an. Das hat sich nicht wirklich verändert, allerdings ist die Offensive der Gäste derzeit wieder auf hohem Niveau unterwegs. 

Für Werder bedeutet das, dass man in diesem Spiel an das eigene Limit gehen muss. Eine gute Defensive ist die Basis, Nadelstiche nach vorne müssen für Entlastung sorgen. Hinzu kommt, dass Werder auch noch das nötige Spielglück benötigt. In den letzten Spielen, besonders beim 2:0 unter der Woche in der Nachholpartie bei Arminia Bielefeld, hatte Bremen dieses Spielglück durchaus häufiger. Allerdings waren diese Spiele fußballerisch ausbaufähig. 

Bayern Bremen

Photo by Imago

Und damit sind wir schon beim Kernproblem von Werder. Die Mannschaft schafft es zu selten, fußballerische Lösungen zu finden. Nun gibt der Kader auch nicht Galavorstellungen en masse her, insgesamt ist es aber zu wenig, was Werder auf dem Platz zeigt, 30 Punkte hin oder her. Immerhin: Im Spiel gegen den FC Bayern gibt es nichts zu verlieren. Der große Druck herrscht eher in den Partien gegen die direkten Konkurrenten. Das könnte einen entsprechenden Effekt nach sich ziehen. 

Zudem gab es für Trainer Florian Kohfeldt (38) doch noch positive Nachrichten hinsichtlich des Personals. Mit Niclas Füllkrug (28), zuletzt angeschlagen, ist zu rechnen. Allerdings fallen auch einige Spieler aus. Marco Friedl (22) sitzt eine Gelbsperre ab, wodurch Werder auf eine Viererkette umstellen könnte. Die andere Möglichkeit wäre, Niklas Moisander (35) in die Startelf zu berufen. Patrick Erras (26) steht ebenfalls nicht zur Verfügung, gehört aber zu den Langzeitausfällen. 

FC Bayern will im Titelkampf vorlegen

Mit einem 4:2 am Samstag gegen Borussia Dortmund untermauerte der FC Bayern am vergangenen Spieltag seinen Platz an der Tabellenspitze. Nun soll der nächste Sieg folgen, diesmal bei „Lieblingsgegner“ Werder. Allerdings waren die Spiele im Weserstadion für den FC Bayern in den letzten Jahren selten ein großes Vergnügen. Siegreich gestalten konnte der Favorit die Partien zwar, häufig aber nur mit einem Tor Unterschied und großem Widerstand. 

Große Rotation und Schonung sollten deswegen nicht angesagt sein. Das Spiel unter der Woche in der Champions League gegen Lazio, das ansteht, sollte zudem im Hinterkopf nicht die allergrößte Rolle spielen. Denn mit dem 4:1-Hinspielsieg im Rücken brennt sehr wahrscheinlich nichts mehr an. Zudem hatte die Mannschaft von Hansi Flick (56) eine Woche Zeit, um sich auf Werder vorzubereiten. Es konnten sogar wieder Inhalte im Mannschaftstraining auf dem Programm stehen. Angesichts der strukturellen und defensiven Probleme ist das sicher nicht falsch. 

 

 

Verteidiger David Alaba (28) könnte dem FC Bayern in Bremen fehlen. Der Österreicher laboriert an einer Blessur, sein Einsatz entscheidet sich kurzfristig. Trainer Flick bestätigte, dass Benjamin Pavard (25) wieder zur Verfügung steht. Weil sich auch Jerome Boateng (32) gegen den BVB eine leichte Verletzung zuzog, könnte die Defensive umgekrempelt werden. 

Wichtiger ist allerdings die Offensive um Robert Lewandowski (32). Auch gegen Dortmund erzielte der Pole wieder drei Treffer, steht schon bei 31 Toren alleine in der Bundesliga. Gegen Werder wird seine Torejagd weitergehen. Aufgrund der Pause dürfte abgesehen von den Defensivwechseln nicht viel angepasst werden. Im Rotationsbetrieb auf den offensiven Außenbahnen könnte Serge Gnabry (25) in die Mannschaft rücken. 

Prognose

Läuft alles normal, dann wird der FC Bayern dieses Spiel in Bremen auch gewinnen. Doch in dieser Saison bot der Rekordmeister mehr als nur einmal etwas an. Bei einem guten Tag von Werder könnte dieses Spiel enger werden, als es die Vorzeichen vermuten lassen. 

Mögliche Aufstellungen:

Werder Bremen: Pavlenka – Veljkovic, Toprak, Moisander (Bittencourt) – Selassie, Eggstein, Möhwald, Augustinsson – Schmid, Rashica, Sargent 

FC Bayern: Neuer – Pavard, Süle, Hernandez, Davies – Kimmich, Goretzka, Gnabry, Müller, Coman – Lewandowski 

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Manuel Behlert

Vom Spitzenfußball bis zum 17-jährigen Nachwuchstalent aus Dänemark: Manu interessiert sich für alle Facetten im Weltfußball. Seit 2017 im 90PLUS-Team. Lässt sich vor allem von sehenswertem Offensivfußball begeistern.

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