Thuram trifft doppelt: Mönchengladbach biegt Rückstand gegen Freiburg um

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News | Am Samstagabend traf Borussia Mönchengladbach auf den SC Freiburg. Das Mittelfeldduell erlebte zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten, denn zunächst dominierten die Breisgauer und hätten nach 45 Minuten klarer führen müssen, doch dann drehten die Fohlen auf und gewannen am Ende mit 2:1.

Freiburg nutzt die erste Chance

Die Breisgauer gaben kurz vor dem Anpfiff den Ausfall von Vincenzo Grifo bekannt, da er infolge seiner Rückkehr von der italienischen Nationalmannschaft Corona-positiv getestet wurde. Auf dem Spielfeld entwickelte sich direkt eine interessante Begegnung. Keine 120 Sekunden waren vorüber, als Florian Müller einen abgefälschten Schuss von Lars Stindl mit Mühe entschärfte. In der elften Minute steckte Christian Günter auf Ermedin Demirovic durch, der den mitgelaufenen und eiskalt abschließenden Roland Sallai bediente – 0:1. Wenn der SCF den Weg nach vorne suchte, brannte es vor dem Gladbacher Gehäuse. Diesmal flankte Sallai auf Lucas Höler, der das Spielgerät allerdings nur unkontrolliert erwischte, weshalb er das Tor klar verfehlte (14.). Freiburg wusste spielerisch zu gefallen. In Minute 22 kombinierte es sich erneut erstaunlich leicht durch das Borussia-Pressing, sodass Sallai allein auf Yann Sommer zulief, seinen Schuss parierte der Schlussmann glänzend.

Die Platzherren zeigten sich zwar bemüht, aber offensiv mangelte es an Ideen sowie der nötigen Durchschlagskraft. Zudem boten sie den Breisgauern weiterhin reichlich Räume. Nach einer Ecke kam Demirovic relativ ungestört zum Kopfball, aber erneut wehrte Sommer ab (35.). Auf der anderen Seite versuchte es Florian Neuhaus mit einer Volleyabnahme, die deutlich am Kasten vorbei flog. In der Nachspielzeit des ersten Abschnitts hätte Höler beinahe den Vorsprung ausgebaut. Im Anschluss an einer verlängerte Ecke schloss er im Fünfmeterraum stehend ab, allerdings reagierte Sommer erneut hervorragend und kratze den Ball von der Linie. Letztendlich musste Freiburg mit der 1:0-Pausenführung fast noch hadern. Denn die gut eingestellte Mannschaft von Christian Streich vergab einige aussichtsreiche Gelegenheiten und spielte den ein oder anderen Konter unsauber zu Ende.

Mönchengladbach Freiburg

Photo: Imago/Moritz Müller

Thuram dreht das Spiel zu Gladbacher Gunsten

Marco Rose stellte zu Beginn der zweiten Hälfte auf Dreierkette um, indem er Denis Zakaria für Hannes Wolf einwechselte. Die Entscheidung erwies sich als goldrichtig, weil seine Mannschaft deutlich mehr Zugriff auf den SCF fand. In der 53.Minute landete eine Flanke von Matthias Ginter über Stindl bei Marcus Thuram, dessen prompte Abnahme fälschte Baptiste Santamaria unglücklich ins Tor ab – 1:1. Die Borussia präsentierte sich deutlich agiler und brachte Freiburg zunehmend in Schwierigkeiten. Nach einer Stunde schickte Christoph Kramer den emsigen Thuram auf die Reise, der Angreifer umkurvte Schlussmann Müller und schob dann zum 2:1 ein. 180 Sekunden darauf hätte Thuram sogar fast den Hattrick geschnürt, doch er zielte knapp neben das Tor. Wenig später traf Santamaria ins eigene Tor, das letztlich wegen eines vorangegangen Foulspiels von Stefan Lainer an Günter – mithilfe des Videoassistenten – aberkannt wurde (68.).

Somit blieben die Breisgauer in der Partie. Sie stellten die Gladbacher allerdings nicht mehr vor Schwierigkeiten. Ein weiterer Treffer für die Heimmannschaft schien greifbarer als der Ausgleich. In den Schlussminuten fokussierte sich die Borussia jedoch auf das Verwalten der 2:1-Führung, was bis zur fünften Minute der Nachspielzeit ungefährdet gelang, ehe Keven Schlotterbeck zum umjubelten Ausgleich traf. Schiedsrichter Christian Dingert erkannte jedoch mit Unterstützung des Videoassistenten auch diesen Treffer ab, da Höler vorab mit der Hacke im Abseits stand. Durch den glücklichen sowie ersten Heimerfolg seit Januar klettert Mönchengladbach auf den siebten Rang. Der dritte Sieg am Stück soll in einer Woche bei der Hertha eingefahren werden. Freiburg wird sich angesichts des Spielverlaufs über die Niederlage extrem ärgern. Als aktueller Tabellenneunter tritt der SC am Freitagabend bei Arminia Bielefeld an.

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(Photo: Imago)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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