Nach fremdenfeindlichen Aussagen: Hertha trennt sich von Torwarttrainer Petry

Hertha BSC Petry Trennung
News

News | Zsolt Petry, Torwarttrainer von Hertha BSC, sorgte gestern mit fragwürdigen Aussagen über die europäische Einwanderungspolitik für reichlich Aufregung. Sein Arbeitgeber reagierte umgehend und beendete die Zusammenarbeit.

Hertha: Torwarttrainer Petry muss gehen – Äußerungen stehen nicht für „Werte wie Vielfalt und Toleranz“

Zsolt Petry (54) sprach sich gestern in einem ausführlichen Interview mit der ungarischen Zeitung Magyar Nemzet deutlich gegen die europäische Einwanderungspolitik aus. Sie sei der „Ausdruck des moralischen Niedergangs“. Seine Aussagen lagen nahe an der Linie des rechtspopulistischen und nicht als Demokratiefreund bekannten ungarischen Staatspräsidenten Viktor Orban (57). Hertha BSC stellte seinen Torwarttrainer daraufhin mit sofortiger Wirkung frei. In der Pressemitteilung hieß es: „Hertha BSC hat die Charta der Vielfalt unterschrieben und setzt sich als Verein aktiv für Werte wie Vielfalt und Toleranz ein, weil uns diese Werte wichtig sind. Dies findet sich in den Äußerungen von Zsolt Petry, die er als unser Mitarbeiter öffentlich getätigt hat, nicht wieder.“

Der Vorstandsvorsitzende Carsten Schmidt (57) erklärte: „Die Arbeit von Zsolt Petry wurde in seinen Jahren bei Hertha BSC immer sehr geschätzt. Ebenso erlebte man ihn stets offen, tolerant und hilfsbereit. Er hat zu keiner Zeit homophon oder fremdenfeindlich agiert.“ Allerdings müsse der Verein letztlich feststellen, dass „auch unter Würdigung der Übersetzungsfeinheiten und das einige Aussagen von Zsolt im Interview ohne Rücksprache vor der Veröffentlichung weggelassen wurden, die getätigten Äußerungen nicht den Werten von Hertha BSC entsprechen.“

Petry kam in der Presseerklärung ebenfalls zu Wort. Er wolle betonen, dass er „weder homophon noch fremdenfeindlich“ sei. Seine Aussage zur Einwanderungspolitik bedauere er sehr. Deshalb möchte er bei all den Menschen, die „bei uns Zuflucht suchen und die ich damit beleidigt habe“, um Entschuldigung bitten. Die Entscheidung von Hertha BSC respektiere er.

Mehr News und Storys rund um den internationalen Fußball

(Photo: Imago)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ähnliche Artikel

Bundesliga | Leipzig und Hoffenheim spielen unentschieden

Bundesliga | Leipzig und Hoffenheim spielen unentschieden

16. April 2021

Spieltag | Im Freitagabendspiel der Bundesliga haben sich RB Leipzig und die TSG Hoffenheim mit 0:0 getrennt. Ein Tor von Yussuf Poulsen in der sechsten Minute der Nachspielzeit wurde vom VAR aberkannt. Bundesliga: Leipzig und Hoffenheim trennen sich torlos Am Freitagabend haben sich RB Leipzig und die TSG Hoffenheim mit (0:0) getrennt. In einer ereignisarmen […]

Salzburg-Trainer Marsch ohne Ausstiegsklausel im Vertrag

Salzburg-Trainer Marsch ohne Ausstiegsklausel im Vertrag

16. April 2021

News | Bei der Trainersuche diverser Bundesligisten fiel in der Vergangenheit öfter der Name Jesse Marsch. Der US-Amerikaner besitzt in seinem Vertrag bei Red Bull Salzburg keine Ausstiegsklausel, wie er selbst bestätigte. Salzburg-Trainer Marsch über Hütter: „Wahnsinn, wie teuer er ist“ Wie Jesse Marsch (47) bestätigte, besitzt sein Vertrag bei Red Bull Salzburg keine Ausstiegsklausel. […]

Schalke | Knäbel hofft auf Kolasinac-Verbleib

Schalke | Knäbel hofft auf Kolasinac-Verbleib

16. April 2021

News | Sead Kolasinac ist im Moment an den FC Schalke 04 ausgeliehen. Sportvorstand Knäbel hofft, den Gelsenkirchener über den Sommer hinaus zu halten. Schalke will Kolasinac halten Seit Januar ist Sead Kolasinac (27) wieder bei Schalke. Das Eigengewächs kehrte per Leihe vom Arsenal FC zurück nach Gelsenkirchen. Zu einem signifikanten sportlichen Aufschwung konnte allerdings auch […]