Sampaoli über WM mit Argentinien: „Druck auf den Schultern war zu groß“

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Jorge Sampaoli sollte die argentinische Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Russland zum Titel führen. Doch schon im Vorfeld mehrten sich die kritischen Stimmen, die Nominierungen des Trainers waren nicht für jeden nachvollziehbar. Im Achtelfinale verlor Argentinien mit 3:4 gegen Frankreich und schon in der Gruppenphase hatte man Probleme, zog mit 4 Punkten aus 3 Spielen in die K.O.-Runde ein. 

 

„Jedes Match kam einem Schmerz gleich“

In einem Interview mit der spanischen „Marca“ sprach Sampaoli nun über die WM: „Das Gewicht, der Druck auf den Schultern der Spieler war zu schwer. Der Sieg war Pflicht, das machte es schwierig.“ Nach der WM trennte sich der argentinische Verband von Sampaoli. Dieser sagte gegenüber der „Marca“ weiter: „Die Arbeit war sehr schwierig, weil es für uns nur eine Möglichkeit gab: Weltmeister zu werden. Jedes Match kam einem Schmerz gleich.“

Auch die Erwartungen an ihn selbst seien nicht förderlich gewesen: „95 % der Menschen dachte, dass ich ihnen den Weltmeistertitel bringen kann. Aber ich habe keinen Groll gegen irgendjemanden, es ist einfach so.“ Auch Lionel Messi habe es nicht einfach gehabt, der Superstar habe „als Person gelitten“: „Wenn man nicht gewinnt, ist er derjenige, auf den sich die Kritik konzentriert. Er konnte weder in Ruhe Fußball spielen noch genießen“, so Sampaoli.

(Photo by Kevin C. Cox/Getty Images)

Manuel Behlert

Vom Spitzenfußball bis zum 17-jährigen Nachwuchstalent aus Dänemark: Manu interessiert sich für alle Facetten im Weltfußball. Seit 2017 im 90PLUS-Team. Lässt sich vor allem von sehenswertem Offensivfußball begeistern.

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