Bundesliga | Champions-League- und Abstiegskampf: Es hat gerade erst begonnen

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Drei Spieltage sind es noch bis Saisonende. Während der FC Bayern mit einem Sieg gegen Borussia Mönchengladbach die Meisterschaft klarmachen kann, ist das Rennen um Europa sowie der Abstiegskampf komplett offen.

Wolfsburg und Frankfurt lassen Federn, Dortmund profitiert

Es ist gar nicht mal so lange her, 23 Tage um genau zu sein, da gewann Eintracht Frankfurt 2:1 in Dortmund. Ein Spiel, wie ein Leberhaken für die Borussia. Eigentor, Gegentor in der 87. Minute, sieben Punkte Rückstand auf die Champions-League-Plätze sieben Spieltage vor Saisonende. Es schien, als sei das Rennen um die Königsklasse endgültig entschieden, mit dem VfL Wolfsburg und der Eintracht als Gewinner.

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In diesen dreieinhalb Wochen hat sich allerdings viel getan. Der BVB feierte in Stuttgart (3:2), gegen Bremen (4:1), Union Berlin (2:0) und in Wolfsburg (2:0) vier Bundesligasiege am Stück, während die Gejagten nach und nach Federn ließen. Eintracht Frankfurt unterlag bei Adi Hütters (51) neuem Arbeitgeber Borussia Mönchengladbach deutlich 0:4. Die zweithöchste Niederlage der Saison, nach dem 0:5 in München. Zudem setzte sich die Horrorserie der SGE in Leverkusen fort. Seit 2016 kassierten sie bei jedem Besuch in der BayArena mindestens drei Gegentore, so auch am vergangenen Wochenende – 1:3.

Bildquelle: imago

Der VfL Wolfsburg, der zwischenzeitlich elf Punkte Vorsprung auf den BVB hatte, zog beim Spektakel in Frankfurt (3:4) den Kürzeren. Auch der Nimbus, zuhause ungeschlagen zu sein, verpuffte nach Niederlagen gegen den FC Bayern (2:3) sowie Borussia Dortmund (0:2). Für die Mannschaft von Oliver Glasner (46) setzte es damit drei Niederlagen in den vergangenen vier Bundesligaspielen. Einzige Ausnahme: Das 3:1 in Stuttgart vergangene Woche.

Spieltag

VfL Wolfsburg

Eintracht Frankfurt

Borussia Dortmund

32

Union Berlin (H) Mainz 05 (H) RB Leipzig (H)

33

RB Leipzig (A) Schalke 04 (A) Mainz 05 (A)

34

Mainz 05 (H) SC Freiburg (H) Bayer Leverkusen (H)

 

Damit ist das Rennen um die Champions League wieder komplett offen. An der tabellarischen Abfolge hat sich zwar nichts geändert. Wolfsburg ist weiterhin auf Platz 3, vor Frankfurt und dem BVB. Der Abstand ist allerdings von elf auf zwei Punkte zurückgeschmolzen. Damit ist Borussia Dortmund wieder komplett im Rennen um die Champions League.

Mainz zieht davon, Werder Bremen im freien Fall, Hertha zurück: Der Abstiegskampf spitzt sich zu

Mindestens genauso eng geht es am Tabellenende zu. Während es in der Hinrunde noch so aussah, als stünden mit Schalke 04 und Mainz 05 die beien Absteiger schon fest, fanden letztere durch die Rückkehr von  Christian Heidel (57) sowie Martin Schmidt (54) wieder zu sich. Bo Svensson (41) gelang das Kunststück, den Verein vom nahezu sicheren Abstieg zum fast schon souveränen Klassenerhalt zu führen.

Poolfoto Patrick Scheiber/Jan Huebner/imago

Seit einer 0:1-Heimniederlage gegen den FC Augsburg Ende Februar ist Mainz ungeschlagen, besiegte währenddessen die direkte Konkurrenz aus Köln (3:2) oder Bremen (1:0) und feierte am vergangenen Wochenende einen Coup gegen den FC Bayern (2:1). Mainz hat damit drei Spieltage vor Saisonende fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, mit einer Partie gegen Hertha in der Hinterhand. Sollten sie auch diese gewinnen und auf acht Zähler davonziehen, ist der Klassenerhalt nach menschlichem Ermessen sicher.

Spieltag

Werder Bremen FC Augsburg Mainz 05

29

Hertha BSC (H)

30

31

32

Leverkusen (H) VfB Stuttgart (A) Frankfurt (A)

33

FC Augsburg (A) Werder Bremen (H) Dortmund (H)

34

M’Gladbach (H) FC Bayern (A) VfL Wolfsburg (A)

Somit werden es wohl andere sein, die den Ligaverbleib unter sich ausmachen werden. Zum Beispiel Werder Bremen. Nach dem 2:0-Sieg in Bielefeld am 20. Spieltag, der seinerzeit wie ein Befreiungsschlag anmutete, setzte es sieben Niederlagen am Stück. Grün-weiß steht damit nur noch einen Zähler vor dem Relegationsplatz und ist wieder mittendrin im Abstiegskampf. Zudem gibt es Gerüchte, wonach Trainer Florian Kohfeldt (38) vor der Ablösung steht.

Besonders interessant ist auch die Situation von Hertha BSC. Die Mannschaft hat aufgrund der Quarantäne drei Spiele in der Hinterhand und wurde inzwischen auf einen direkten Abstiegsplatz durchgereicht. Wenn sie im Mai den Spielbetrieb wieder aufnehmen, erwartet sie ein Mammutprogramm in Form von fünf Spielen binnen zwölf Tagen. So ähnlich erging es auch Dynamo Dresden in der vergangenen Zweitligasaison, die den Abstieg in die 3. Liga nicht mehr zu verhindern wussten. Dresden befand sich allerdings schon zuvor in einer weit aussichtsloseren Lage, als Hertha BSC jetzt. Nichtsdestotrotz könnte die fehlende Spielpraxis in den verbleibenden sechs Begegnungen zum Faktor werden.

Spieltag

Hertha BSC 1. FC Köln Arminia Bielefeld

29

Mainz 05 (A)

30

SC Freiburg (H)

31

Schalke 04 (A)

32

Arminia Bielefeld (H) SC Freiburg (H) Hertha BSC (H)

33

1. FC Köln (H) Hertha BSC (A) Hoffenheim (H)

34

Hoffenheim (A) Schalke 04 (H) VfB Stuttgart (A)

Die Meisterschaft mag zwar so gut wie entschieden sein. Dahinter könnte es allerdings kaum spannender zugehen. Der Kampf um die Champions League, sowie um den Klassenerhalt, hat gerade Fahrt aufgenommen.

Bildquelle: imago

Victor Catalina

 

 

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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